Namen sind gewachsene Geschichte
Hansjörg Eberhöfer
Cristian Kollmann

Namen sind gewachsene Geschichte

Publiziert in 41 / 2019 - Erschienen am 26. November 2019

Tartsch - Dass Namen gewachsene Geschichte sind, vermittelte kürzlich der Sprachwissenschaftler Cristian Kollmann auf eindrucksvolle Art und Weise bei einem Vortrag in Tartsch. Es war die Schützenkompanie Tartsch, die als Beitrag ihres 60-jährigen Bestehens zum Vortrag mit dem Thema „Die Flur- und Familiennamen von Tartsch und das Geheimnis ihrer Herkunft und Bedeutung“ eingeladen hatte. Zahlreiche Tartscherinnen und Tartscher konnten 8. November im Vereinssaal begrüßt werden. Nach einer kurzen Einführung seitens des Oberleutnants bzw. Bezirksmajor-Stellvertreters Hansjörg Eberhöfer erklärte Kollmann kurz die Thematik der Namensforschung aus wissenschaftlicher Sicht. „Unsere heutigen Namen und Ortsbezeichnungen sind das Produkt einer mehr als tausendjährigen Geschichte“, sagte der Referent. Er ging auf die Entwicklung und Bedeutung einiger Orts- und Flurnamen aus Tartsch ein. So hat zum Beispiel der Name Tartsch, der sprachwissenschaftlich zur ältesten Gruppe von Ortsbezeichnungen zählt, seinen Ursprung in Ötzis Zeiten. „Namen bedeuten, sie geben Auskunft über Aussehen, Verwendungszweck oder ursprüngliche Besitzer der bezeichneten Orte und Flure, deshalb sind Namen nicht übersetzbar, wie es Tolomei 1923 versucht hat“, führte Kollmann aus. Interessant war es für viele auch, etwas über die Herkunft und Bedeutung des eigenen Familiennamens zu erfahren.

Redaktion
Vinschger Sonderausgabe

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