Sie sicherten sich die Gruppenwertung: Die „Flintstones“ von der Freiwilligen Feuerwehr Morter.

Naturns ist herzbewusst im Sport

Publiziert in 5 / 2016 - Erschienen am 10. Februar 2016
Naturns - „Jede Minute zählt!“, wenn das Herz ins Flimmern gerät. Mit einer schnellstmöglichen Hilfe durch einen Defibrillator kann das Schlimmste wie der plötzliche Herztod oftmals verhindert werden, das ist besonders im Sport sehr wichtig. Die Gemeinde Naturns hat ihre Sportanlagen mit automatisierten Defibrillatoren ausgerüstet, die auch von Laien angewendet werden können. Ein Defibrillator, auch Schockgeber, ist ein medizinisches Gerät, das durch gezielte Stromstöße Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern und Kammerflattern (Fibrillation) beenden kann. Defibrillatoren werden auf Intensivstationen, in Notfallaufnahmen sowie in Fahrzeugen des Rettungsdienstes bereitgehalten. Entscheidend bei der Defibrillation ist der frühestmögliche Einsatz. Deshalb sollen sie in Form automatisierter externer Defibrillatoren (AED) auch zunehmend in öffentlich zugänglichen Gebäuden und insbesondere Sportanlagen für eine Anwendung durch medizinische Laien bereitgestellt werden. „Leider kommt es auch im Sport vor, dass gut trainierte Menschen einen plötzlichen Herztod erleiden, auch wenn man dies fast nicht glauben mag. Als Gemeindeverwaltung von Naturns ist es uns ein Herzensanliegen, für den Herznotfall einen Defibrillator zur Verfügung zu stellen, damit sofort Hilfe geleistet werden kann. Wir haben deshalb am Naturnser Sportplatz, im Tenniscamp, in der Kegelbahn, im Erlebnisbad und in der Turnhalle der Mittelschule einen automatisierten Defibrillator gut zugänglich angebracht,“ erklärt die Naturnser Sportreferentin Astrid Pichler den Hintergrund für die Investition. Wichtig dabei ist es, im Notfall auch Menschen vor Ort zu haben, die Hilfe leisten können. Automatisierte externe Defibrillatoren sind durch ihre Funktionsweise besonders für Laienhelfer geeignet, weil die Geräte erkennen, ob eine Schockgabe nötig ist. Die Ersthelfer müssen lediglich den akustischen Anweisungen des Geräts folgen und sollten möglichst eine Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführen können. „Wir haben uns im Südtiroler Sportverein Naturns Raiffeisen vorbereitet und inzwischen 30 Trainer und Betreuer aus allen Sportsektionen in einem Notfallkurs ausgebildet. Ein nächster Kurs für weitere 16 Engagierte findet Ende Februar statt. Auf diese große Sensibilität unserer ­Ehrenamtlichen sind wir besonders stolz und danken der Gemeinde für die Unter­stützung,“ unterstreicht SSV-Präsident ­Dietmar Hofer. Red
Redaktion

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