Neue Radwegtrasse in Göflan

Publiziert in 8 / 2014 - Erschienen am 5. März 2014
Über zehn Jahre lang haben sich die frühere und jetzige Gemeindeverwaltung um eine neue Radwegtrasse in Göflan bemüht. Die derzeitige Trasse stellt entlang gewisser Teilstücke eine große Gefahrenquelle dar, speziell im Bereich des Sport­platzes, wo viele Radler, die von Laas kommen, teils mit sehr hohen Geschwindigkeiten unterwegs sind. Die Belastungen im Dorfkern sowie auch für die Landwirtschaft kommen dazu. Nun ist es gelungen, einen breiten Konsens für eine neue Trasse zu finden. Maßgeblich daran beteiligt war der Gemeindereferent Walter ­Gurschler. Wie dieser bei der Ratssitzung am 26. Februar ausführte, stehen auch der Bauernbund von Göflan und die Fraktionsverwaltung hinter der neuen Lösung. Diese sieht vor, dass westlich des Sportplatzes eine Brücke über die Etsch geschlagen wird. Die Trasse führt dann am oro­graphisch linken Etschufer weiter bis nach dem Ortskern, kehrt nach der Feuerwehrhalle über eine ebenfalls neu zu bauende Brücke auf das rechte Etschufer zurück und führt von dort in Richtung Holzbrugg weiter. Auch negative Stellungnahmen von drei betroffenen Grundeigentümern brachte Gurschler dem Gemeinderat zur Kenntnis. Wie er stimmten auch BM Dieter Pinggera und weitere Räte darin überein, dass es schwierig sei, in Fällen wie diesen einen einhelligen Konsens zu finden. Man werde sich be­mühen, bereits in der Planungsphase die Eigentümer, sprich Bauern, miteinzubinden und möglichst grundsparend vorzugehen. Laut Gurschler spielt auch das Thema Pflanzschutz bzw. die neuen Pflanzenschutzrichtlinien eine Rolle. Der Gemeinderat stimmte der Abänderung des Bauleitplans zur Eintragung der neuen Trasse einhellig zu. Mehrere Räte hatten erklärt, dass das öffentliche Interesse hier eindeutig Vorrang habe. In besonderem Maß unterstrich dies der Gemeindereferent Manuel Massl, der bedauerte, dass es für den Radweg Vetzan-Schlanders zu keiner Lösung gekommen ist. Wie Dieter Pinggera auf Anfrage von Erwin Dilitz bestätigte, „steht der Radweg nach Vetzan momentan nicht mehr auf der Agenda“. Die Kosten für das neue Radwegteilstück in Göflan bezifferte Pinggera mit ca. 2,5 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolge über die Bezirksgemeinschaft. Die Ausführungsplanung werde mindestens ein Jahr dauern. Die Landesraumordnungskommis­sion hatte die neue Trasse übrigens bereits im Vorfeld einstimmig genehmigt.
Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

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