Dieser Brunnen ist das Herzstück der Ruhoase Bad Kochenmoos.

Oase der Ruhe rund um Heilwasser

Publiziert in 36 / 2012 - Erschienen am 10. Oktober 2012
Die Mineralquelle Bad Kochenmoos wurde saniert und in eine Ruhezone umgewandelt. Staben - Seit 1695 ist Bad ­Kochenmoos in Staben als Badhaus bekannt. 1860 wurde ein neues Badhaus erbaut und um die Jahrhundertwende des 19. und 20. Jahrhunderts kam Bad Kochenmoos zu Glanz und Ansehen. Schon 1892 wurde die Quelle von Bad Kochenmoos als „äußerst heilkräftige Schwefelquelle“ bezeichnet. Der Badbetrieb wurde fast bis zum Ende des 20. Jahrhunderts weitergeführt. 2001 wurde das Badgasthaus abgerissen. An seiner Stelle entstand ein moderner Neubau. 32 Mineralwässer, die in Südtirol einst für Bauernbäder und Heilanstalten genutzt wurden, gehören zum Vermögen des Landes und stehen unter besonderem Schutz. Schritt für Schritt werden die Quellen vom Landesamt für Gewässernutzung der Umweltagentur saniert und in Oasen der Ruhe verwandelt. Bad Kochemoos ist die landesweit 9. Ruheoase. Die Quellfassung wurde 2012 saniert. Zu den Herzstücken der ca. 800 Quadratmeter großen Ruheoase im Umkreis der Quelle gehören ein kreisförmiger Brunnen, gespeist von Wasser aus der Quelle, ein Teich, ­Trockensteinmauern und Stelen, ein Überlaufbrunnen, aus dem das Quellwasser getrunken werden kann, sowie Sitzgelegenheiten. Die Grundfläche gehört der Gemeinde Naturns. Sie hatte sie mittels Vertragsurbanistik erworben: Die Eigentümerin überließ den Grund der Gemeinde, die ihr im Gegenzug ein Baurechtsvolumen zugestand. Offiziell eröffnet und der Bevölkerung von Staben übergeben wurde die Ruheoase am vergangenen Samstag. Landesrat Florian Mussner, Amtsdirektor Wilfried Rauter und Projektleiter Thomas Senoner informierten über das Projekt der Erneuerung von Mineralwasserquellen, das vom früheren Landesrat Michl Laimer in Angriff genommen worden war. Bürgermeister Andreas Heidegger und seine Mitverwalter dankten den Landesvertretern für die Schaffung der Ruheoase. Diese ist für die Bevölkerung frei zugänglich. Gepflegt wird sie von Mitarbeitern des Bauhofs Naturns. Neben Bratkastanien für den Gaumen gab es auch „Köstlichkeiten“ für das Ohr: Martha Rauner, Ernst Thoma und Hannes Ortler trugen „Korrnrliadr“ vor. Bald wieder Bar und Laden in Staben? Am Rande der Eröffnung der Ruheoase war mehrfach zu hören, dass es in Staben, wo rund 450 Personen leben, derzeit weder eine Bar noch einen Laden gibt. Das könnte sich in Zukunft ändern, denn Helmut Gufler möchte in absehbarer Zeit eine Imbiss-Bar sowie ein daran angeschlossenes, kleines Lebensmittelgeschäft eröffnen. Auf die Frage, bis wann es soweit sein wird, sagte Gufler dem „Der Vinschger“: „In rund einem Jahr, sofern alle nötigen Genehmigungen ausgestellt werden.“ Sepp Laner
Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

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