Online-Betrüger am Werk

Publiziert in 26 / 2012 - Erschienen am 4. Juli 2012
Vinschgau – Der Erfindergeist von Online-Betrügern ist schier unerschöpflich. Relativ neu ist die Methode, Mailkonten zu knacken und anschließend an alle Mail-Adressen, mit denen die Inhaber der gekappten Konten Kontakt hatten, Botschaften zu versenden und darin um Geld zu bitten. Am vergangenen Donnerstag war es unser freier Mitarbeiter Rudi Mazagg, dessen Mailkonto gehackt worden war. Die Inhaber sämtlicher Mailkonten, zu denen Mazagg Kontakt hatte, bekamen über die Mail-Adresse von ­Mazagg die Nachricht, dass er einen Ausflug nach Schottland unternommen habe, dass ihm sein Tasche mit Reisepass, Bargeld und Kreditkarten gestohlen worden sei und dass er ein bisschen Geld bräuchte, das er dann nach der Rückkehr wieder schnell zurück geben werde. Am Ende der Nachricht wurde erklärt, wie man das Geld schicken kann. Auch die Rufnummer eines fiktiven Hotels wurde angeführt. Den ganzen Tag über meldeten sich bei Rudi Mazagg telefonisch Dutzende von besorgten Freunden und Bekannten. Sollte jemand betrügerische Mails dieser Art bekommen, ist es das Beste, den Absender telefonisch zu kontaktieren und bei der nächsten Polizeistelle Meldung zu erstatten. 
Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

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