Politische Bildung kurzweilig vermittelt
Schlanders - Fast immer geht es um „Probleme, Entwicklungen und Perspektiven“, wenn es um die Hintergründe der Politik geht. „Senior Researcher“ und Journalist Günther Pallaver aus Bozen und Föderalismusforscherin Elisabeth Alber aus Göflan schafften es aber, den gut 20 Zuhörern in der Mittelpunktbibliothek Schlandersburg eine kurzweilige, ja sogar aktivierende Einführung in die derzeit unter Druck geratene Demokratie-Diskussion zu bieten. Vereinfachend meinte Pallaver, dass Demokratie kein Verfahren sei, sondern eine Kultur, die von unterschiedlichen Seiten geprägt und vermittelt werde. In der Überzeugung, dass „Demokratie unter Stress“ geraten sei, wurden in einem Taschenbuch ohne Fußnoten mit dem Titel „Demokratie in Südtirol und im Trentino“ auf 145 Seiten Grundlagen, Möglichkeiten und Gefahren der Demokratie-Diskussion erarbeitet. Wichtigste Erkenntnis: „Demokratie und Partizipation sind zwei Seiten einer Medaille“. Die Autoren befassten sich mit der „vermeintlich“ reinsten Form der Demokratie, der direkten, weil vom Volk direkt ausgeführt, mit der indirekten oder repräsentativen Demokratie bis hin zur teilnehmenden, der dialogisch-partizipativen Demokratie. Im Taschenbuch behandelt werden zudem das Thema „Frauen in der Politik“ und die Vergleiche zwischen Südtirol und Trentino auf Gemeinde- und Landesebene – und alles auch sprachlich in verständlicher Form. Das Werk ist im Verlag Retina (raetia) erschienen.