Sie glaubten und glauben immer noch an die Bahnverbindung in den Vinschgau: Paul Stopper, Willi Andermatt, Georg Fallet und Silvio Fasciati.

Rätischer Traum bleibt Traum

Publiziert in 36 / 2012 - Erschienen am 10. Oktober 2012
Val Müstair/Vinschgau – Im Magischen Rätischen Dreieck darf weiter geträumt werden. Das war die gute Nachricht, die die Regierung in Chur an die Gemeinden der Engiadina Bassa und des Val Müstair sandte. Die schlechte: Die Bahnverbindung Engadin - Vinschgau ist für den Kanton Graubünden, der am 3. März über die Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2022 abstimmen wird, zweitrangig. Sie muss hinter der Großraumverbindung Zürich-Chur zurück stehen. Der Korrespondent der „Engadiner Post“, Reti Stifel, nannte es „schubladisieren“. Auf Seite 790 des 829 Seiten umfassenden Berichtes an den Großen Rat hat die zuständige Kommission sich dann auch kein Blatt vor den Mund genommen: „Die Eisenbahnverbindung wird in erster Linie einen Wertschöpfungseffekt in Südtirol auslösen….“ und weiter unten: „…daher kann von einem negativen Wertschöpfungseffekt für die Schweizer Regionen ausgegangen werden.“ Großrat Georg Fallet aus Müstair machte sich keine Illusionen: „Die Ausgangslage ist sehr schwierig geworden.“ Und meinte auf Anfrage: „In den nächsten Jahren werden wir uns kaum mehr über das Projekt unterhalten können, außer es würde sich auf eurer Seite, auf europäischer oder auf Bundesebene etwas komplett Neues ergeben.“ s
Günther Schöpf
Günther Schöpf
Vinschger Sonderausgabe

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