Eine skitechnische Verbindung der Skigebiete Schöneben und Haider Alm ist zurzeit nicht finanzierbar.

Skigebiete, Jugendarbeit, Stromnetz und mehr

Publiziert in 33 / 2012 - Erschienen am 19. September 2012
Der Wille für eine Verbindung Schöneben-Haider Alm ist zwar da, aber finanzierbar ist dieses Vorhaben derzeit nicht. Graun - Bei rund 10 Arbeitstreffen hatten sich die Verwaltungsräte der Schöneben AG und der Haider Alm AG mit verschiedenen Varianten einer siktechnischen Verbindung der zwei Skigebiete befasst. Für eine von 4 Varianten wurde auch ein Konsens erzielt, „aber diese ­Variante ist angesichts des derzeitigen Businessplans nicht finanzierbar,“ sagte BM Heinrich Noggler bei der Ratssitzung am 10. September. Der Wille beider Gesellschaften für eine Verbindung sei aber trotzdem weiterhin da. In der Stellungnahme zum Skipistenfachplan, die der Gemeinderat einstimmig genehmigte, wird vorgeschlagen, die Verbindung einzutragen. Aufgrund der neuen Bestimmungen, wonach im Fachplan nicht mehr einzelne Lifte eingetragen werden, sondern Skizonen, werden die Gesellschaften im Falle einer künftigen ­Umsetzung des Vorhabens ausreichend Spielraum haben. Kauntertal vorerst „tabu“ Nicht erwähnt wird in der Stellungnahme eine Anbindung Langtaufers-Kaunertal. Aufgeworfen hatte dieses Thema die ­Vizebürgermeisterin ­Karoline Gasser Waldner. Berichte über eine mögliche Anbindung Maseben/Kaunertal hätten Unruhe in das Tal gebracht, was mehr schade als nutze. Der Bürgermeister sagte, dass kein klares Konzept vorliege. Wolfgang Thöni sprach von einer unprofessionellen Vorgangsweise. Laut dem Referenten Peter Eller könne die Entscheidung nicht in Langtaufers fallen, sondern wenn schon auf Bezirksebene. Ja zu Konzept für Jugendarbeit Die Jugendarbeit in der Gemeinde Graun soll schrittweise ausgebaut werden. Dem Konzept dazu stimmte der Gemeinderat einhellig zu. Maßgeblich ausgearbeitet hat den Leitfaden Stefan Hellweger (Jugenddienst Obervinschgau) in Zusammenarbeit mit dem Jugendereferenten Franz Prieth. In allen Fraktionen sollten Jugendräume bzw. Treffs zur Verfügung stehen. Mit Ausnahme von Langtaufers ist das bereits der Fall. In Reschen und St. Valentin sollten für die Trägerschaft eigene Vereine entstehen, in Graun und Langtaufers sollen die derzeit losen Gruppen bestehen bleiben. Bezüglich Personal soll in Reschen und St. Valentin zusätzlich zur Mithilfe von Ehrenamtlichen weiterhin eine hauptamtliche Fachkraft tätig sein, in Graun und Langtaufers soll ehrenamtlich weitergearbeitet werden. Für Reschen und St. Valentin soll es regelmäßige Förderbeiträge geben, für Graun und Langtaufers punktuelle. Großer Wert wird der Netzwerkarbeit beigemessen. BM Heinrich Noggler und Referent Thomas Santer meinten, dass es sinnvoll sein könnte, für die Verwaltungsarbeit einen einzigen Verein auf Gemeindeebene zu gründen. Laut Hellweger ist eine Verwurzelung der Jugendlichen in ihren jeweiligen Fraktionen ebenso wichtig wie ein Austausch untereinander. Heinrich Noggler wertete das Konzept als wichtig und sinnvoll. Hellwegers Einsatz und jener der Ehrenamtlichen wurde mehrfach gelobt. Umzug zum Jahreswechsel Der Umzug von den Containern in die neue Mittelschule in St. Valentin soll gegen Ende 2012 bzw. zum Beginn des neuen Jahres erfolgen. „Die Arbeiten schreiten termingerecht voran und werden bis gegen Ende des Jahres fertiggestellt sein“, informierte BM Heinrich Noggler. Die Übersiedelung soll um Weihnachten erfolgen, sodass die Schüler ab Jänner 2013 im Neubau die Schulbank drücken können. Die Außengestaltung wird 2013 ausgeführt. Für den Bau der Mittelschulbibliothek und deren Einrichtung konnte der Gemeinderat übrigens einen Landesbeitrag in Höhe von rund 150.000 Euro aus dem Ressort der Schullandesrätin Sabina Kasslatter Mur zweckbinden. Stromnetz: Noch immer Unklarheiten Wenn die Übernahme des Stromnetzes schon kein Geschäft ist, warum dann diese „Geheimniskrämerei“ seitens der SELNET GmbH, der derzeitigen Netzeigentümerin? Diese Frage stellte Heinrich Noggler in den Raum. Der Grundsatzbeschluss zur Netzübernahme, den der Gemeinderat bereits vor einiger Zeit gefasst hat, sei nach wie vor aufrecht. Der genaue Kaufpreis - ca. 2 Mio. Euro - stehe allerdings immer noch nicht fest. Noch unklar sei auch die Finanzierungsform. Sobald das Netz der Gemeinde gehört, werde sie es zur Führung an die EGO (Energiegenossenschaft Oberland) übertragen. Die EGO werde auch einen Großteil des Kosten übernehmen. Im Obervinschgau soll von Laas aufwärts eine Genossenschaft zur eigenständigen Stromverteilung gegründet werden. „Davon erwarten wir uns vor allem auch bessere Dienstleistungen für die Bürger“, so Noggler. Bei einer der nächsten Gemeinderatssitzungen werde VEK-Obmann Albrecht Plangger über das Thema informieren. Sepp Laner
Josef Laner
Josef Laner
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