„So einen Komfort wie im Zug gibt es auf der Straße nicht“

Publiziert in 10 / 2005 - Erschienen am 26. Mai 2005
Als Mitarbeiterin des „Der Vinschger“ bin ich kürzlich am Vormittag mit der Vinschger Bahn von Mals nach Schlanders gefahren und zurück (Mittagszeit). Ich habe mich gefreut, da ich schnell und bequem gereist bin und, vor allem, ohne Stress. Ich habe die Gelegenheit genützt und einige Fahrgäste befragt: Rita Schwarz (57), Glurns, im Gastgewerbe tätig: „Ich fahre heute zum ersten Mal. Als es die Gratisfahrten gegeben hat, war der Zug überfüllt, daher habe ich mit dem Fahren einige Tage zugewartet. Ich bin begeistert, da es auch die Erinnerungen an früher weckt, als wir auch mit der alten Bahn unterwegs waren. Ich fahre heute nach Terlan und besuche eine Freundin. Rita Spechtenhauser (35), Taufers i.M., Verkäuferin: Die Bahnfahrt ist Ok. Ich fahre zum zweiten Mal damit. Beim letzten Mal kam der Zug mit fast einer halben Stunde Verspätung, das fand ich gar nicht toll. Sicher kann es am Anfang noch vorkommen, die Fahrgäste wünschen sich aber darüber informiert zu werden. Roland Thöni (33), Burgeis, Angestellter: „Ich finde die Bahn gut. Ich fahre heute nur von Mals nach Schluderns, ich will den Zug einfach einmal ausprobieren.“ Evelyn Bliem (36), Mals, hilft in der Bibliothek von Laas mit: „Das Zugfahren ist hier richtig fein. Ich fahre heute das zweite Mal, werde aber öfters mit der Bahn fahren.“ Peter Aichner (50), Nals, Chauffeur bei der SAD und derzeit bei der Vinschger Bahn tätig: Diesen Fahrkomfort kann der Bus auf der Straße nicht bieten, das ist ein wesentlicher Unterschied zwischen Zug und Bus. Wir betreuen die Leute im Zug vorerst vorläufig und sind ihnen behilflich. Mit ihm dabei waren Lorenzo Olivotto (39) aus Bozen, in der Dienstleitung der SAD tätig und der Kontrolleur Hermann Mair (49) aus Gargazon: „Ich bin seit 27 Jahren Kontrolleur und nun auch bei der Vinschger Bahn. Der Zug ist perfekt, behindertengerecht und auch für Kinder ideal. Immer mehr Leute nützen sie.“ Christina Jenni (68) und Emil Leutenegger (71), beide aus Schaffhausen/Schweiz, beide Rentner: „Wir sind mit dem Auto bis nach Mals gefahren zu unserem Hotel und fahren heute nun mit dem Zug nach Meran. Der Zug ist uns empfohlen worden und wir sind froh darüber, da die Fahrt ganz angenehm ist. Obwohl wir bereits seit 45 Jahren in den Vinschgau fahren, benützen wir erstmals die Bahn.“ Auch 20 Kinder des Kindergartens von Eyrs haben ihr Ausflugsziel Goldrain mit der Bahn erreicht: „Das ist heute das Ereignis für die Kinder“, sagte die Leiterin des Kindergartens Waltraud Stimpfl. Die Kleinen selbst verfolgten die Fahrt haargenau mit und freuten sich riesig. Elmar Seebacher (39) aus Terlan sagte: „Die Bahn sieht schön aus , eignet sich auch gut, wenn man ein Wanderziel erreichen will, wie es für mich heute der Fall ist. Ich genieße die schöne Aussicht von diesen großen Fenstern aus. Pannen gibt es dennoch, wie heute, da der Fahrkartenautomat im Zug nicht funktioniert“. Barbara Klotz (32), Schluderns, Sekretärin mit der zweijährigen Tochter Helena: Ich bin bereits öfters mit der Bahn gefahren. War heute in Meran. Für Mütter mit Kinderwagen ist sie praktisch, da genügend Platz vorhanden ist. Ich freue mich auf den Herbst, wenn die Fahrzeit verkürzt wird. Auch darf man den sozialen Aspekt nicht unterschätzen: Im Zug kann man bestens kommunizieren. Maria Rieger (15), Tartsch, Schülerin in Schlanders: "Ich fahre oft mit dem Zug, nach der Schule, bis nach Schluderns. Dann muss ich mit dem Bus bis Tartsch weiterfahren. Es ist bequem, im Zug zu sitzen. Man wird auch nicht so schnell müde wie im Bus." Hinweis Fahrkartenautomat im Zug und an den Bahnhöfen der Linie Meran-Mals: Einige Fahrgäste kommen damit noch nicht ganz klar. Es können Fahrkarten aber auch Wert- und Familienkarten gelöst werden sowie das eigene Abonnement kann aufgeladen werden. Unter vier Sprachen kann gewählt werden: Deutsch, Italienisch, Englisch und Französisch. Wer bereits eine Wertkarte oder ein Abonnement besitzt, kann diese in einem eigenem Automat entwerten: Karte einschieben, die gewünschte Fahrt mittels einer Nummer eingeben (auf Tafel schauen); der jeweilige Betrag wird automatisch abgebucht (ähnlich wie im Bus).
Daniela di Pilla
Daniela di Pilla
Vinschger Sonderausgabe

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