Gleich ob auf den Quadrathöfen oder auf dem Eggerhof, wie hier, ist eine beeindruckende Aussicht ins Burggrafenamt und ins Passeiertal garantiert

Sterne auf Quadrat

Publiziert in 20 / 2013 - Erschienen am 29. Mai 2013
Genussreiche Rundwanderung auf den verkannten Quadrathöfen oberhalb der Töll Meidet man im Winter die Töll, weil es dort kalt und schattig ist, entfaltet sie in der warmen Jahreszeit ihren Charme. Dies gilt ebenso für die darüberliegenden Quadrathöfe, die nur scheinbar im Schatten des Partschinser Sonnenberges liegen. Sobald der Wanderer den kühlen Laubwald hinter sich gelassen hat, weitet sich der Ausblick und breitet sich ein weitläufiges Plateau aus, das mehr als eine Handvoll verstreut liegender Höfe beheimatet. Benannt sind sie nach den in den nahen Steinbrüchen abgebauten „quadratas“, Marmorquadern, deren Geschichte bis in die ­Römerzeit zurückreicht und vor 35 Jahren endet. Heute wird noch Kalkstein übertage abgebaut und per LKW nach Töll befördert. Sterne der besonderen Art leuchten derzeit über den Quadrathöfen: Gleich zwei Betriebe, Niederhof und Brünnl, wurden für die Gourmetveranstaltung „Sterne Schlösser Almen“ ausgewählt, wie Andrea und Hans Steck vom Brünnl nicht ohne Stolz erzählen. So steht zwischen Mai und Oktober in jedem Gastbetrieb ein Gericht auf der Speisekarte, das von einem Sternekoch betreut wird. Die engagierten Wirtsleute von Brünnl waren es auch, die mir beim Auskundschaften einer attraktiven Wanderung zu den Quadrathöfen behilflich waren. Denn, obwohl sich der Steinbruch als interessantes Wanderziel anböte, wird der Wanderweg (27a) seit heuer als Trailroute für die Mountainbiker genutzt und ist somit ab 14 Uhr für Fußgänger gesperrt (!). Mehr zum Wandervorschlag lesen Sie im Infoteil. So sei hier zum Schluss noch auf die aussichtsreiche wie gemütliche Variante von Aschbach - die neue Bahn fährt ab Anfang Juli - zum Eggerhof (Schnauzerstube,Weg 27a) und hinab zu den ­Quadrathöfen (Weg Nr. 9) hingewiesen (ca. 3 Std.). Aber entdecken Sie das verkannte Quadrat und seine besonderen Qualitäten doch selbst! Info WanderROUTE Anfahrt: mit dem Vinschger Zug bis zur Töll Gesamtgehzeit: 3 Std. Höhenmeter: ca. 450 Wegverlauf: Vom Bahnhof bis zur Töllbrücke, dann auf dem Radweg bis zum Wasserwerk ,wo rechts der Marlinger Waalweg startet. Nach 20 Min. zweigt der Anbindungsweg zum Meraner Höhenweg ab, wo wiederum nach 30 Min. rechts der neu angelegte Weg 35a in Serpentinen hinauf zum Gasthof Brünnl (900 m,40 Min.) führt. Abgestiegen wird über die Höfestraße und Abkürzungen im Wald, vorbei an Gramegg und Niederhof bis nach Töll (ca. 50 Min.). Oder man wählt bei Gramegg links einen breiten Weg (29b), der zwischen den Höfen (Vorsicht Hund!) kurz die Aschbachstraße querend in Rabland endet. Wanderführerin Andrea Kuntner
Andrea Kuntner
Andrea Kuntner

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