Das Vorhaben der Eigenverwaltung, eine Ziegenalm mit Aufschank zu errichten, wurde im Projekt aufgenommen. Im Bild Hansi Klöckner.

Tage der Entscheidungen

Publiziert in 23 / 2012 - Erschienen am 13. Juni 2012
In Langtaufers könnte es der 15. Juni 2012 werden. Es geht um das Schicksal von Maseben und um die wirtschaftliche Weichenstellung für ein ganzes Tal. Langtaufers - Wenn Hansi Klöckner könnte, würde er persönlich die SVP-Jugend, die HGV-Jugend, die Bauernjugend, alle Touristiker nicht nur im „Toul“, sondern aus der gesamten Gemeinde Graun überzeugen, zur Bürgerversammlung am Freitag, 15. Juni, um 20.30 Uhr ins Vereinshaus von Pedross zu kommen. „Es steht viel auf dem Spiel“, meinte der Unternehmer und Langtauferer Tourismuspionier. „Das Überleben von Maseben ist zu klären und es ist über eine einmalige, ich würde sagen eine Jahrhundertchance für Langtaufers zu reden.“ Klöckner kann nicht die Hände in den Schoß legen, auch wenn ihm ab und zu ein „Eigentlich sollte es mir gleich sein“ entschlüpfte. Er legte eine Protokollabschrift auf den Tisch und war mitten in jenen zwei Themen, die ihn seit Monaten beschäftigen. Thema Nummer 1: die Stunde der Wahrheit für Maseben, Thema Nummer 2: das Angebot der Kaunertaler Gletscherbahnen und der Firma Leitner, die Karlesbahn mit Maseben anzubinden. Punkt für Punkt - vor sich das Protokoll - schilderte Klöckner ein Treffen vom 18. Mai 2012 zwischen Vertretern der Pitztaler und Kaunertaler Gletscherbahnen, der Firma Leitner, dem Fraktionsvorsteher von Langtaufers, den Betreibern des Skigebietes Maseben und den Referenten der Gemeinde Graun. Er selbst habe für Maseben gesprochen, für die Sanierung und Erhaltung des kleinen Skigebietes. Die Möglichkeit, dass das erste, Grenzen überschreitende Skigebiet Südtirols im Talschluss von Langtaufers entstehen könnte, habe Hans Rubatscher, Miteigentümer der Kaunertaler Gletscherbahnen, ausgiebig erklärt. „Geschäftsführer Eugen Larcher hat dann dargelegt, dass die Karlesbahn gerade in der Übergangszeit ein Plus von über eine Million Euro erzielt habe“, berichtete Klöckner. Die Vertreter der Firma Leitner hätten das mehrfach überarbeitete Projekt erläutert. Sein Miteigentümer in Maseben, Egon Maier-Hartmann, habe im Zusammenschluss mit dem ­Kaunertal, aber auch mit den anderen Skigebieten der Gemeinde einen touristischen Aufschwung für die ganze Region gesehen und Bürgermeister Heinrich Noggler um ein Treffen mit Vertretern der anderen Liftgesellschaften gebeten. Der „sehr intensiven und interessanten Aussprache“ nach zu schließen, hoffte Klöckner, dass Bürgermeister Noggler das Thema bei der Bürgerversammlung am Freitag aufgreift. „Es geht immerhin um den Vorschlag der Tiroler, einen Betrag von bis zu 16 Millionen Euro zur Vorfinanzierung bereit zu halten.“ Zur Verstärkung legte Klöckner ein Schreiben von Landesrat Thomas Widmann vor, in dem dieser am 18. Mai bestätigte, „voll und ganz hinter dem Projekt“ zu stehen. Günther Schöpf
Günther Schöpf
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