Auf TeleSeele, dem Hoffnungsspendersender, tritt Horst Saller als Lars auf.

TeleSeele … 

… mit Lars

Publiziert in 28 / 2020 - Erschienen am 25. August 2020

Schlanders - Covid-19, Reproduktionszahl und Lockdown. Diese und weitere Begriffe haben Eingang in den neuen Duden gefunden. Neue Zeiten, neue Wörter. Ein neues Internet-Format mit neuen Wörtern hat auch Lars von TeleSeele erfunden. Lars ist der Name, den sich der Autor und Sketch-Schreiber Horst Saller aus Schlanders für seine YouTube-Auftritte gegeben hat. Und TeleSeele ist der Hoffnungsspendersender, über den Lars seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie in regelmäßigen Abständen - ungefähr einmal im Monat - Trost, Mut und Hoffnung in die virtuelle Welt sendet. Einmal aus dem Heimstudio, ein anderes Mal aus dem Wohnzimmer oder Bad. „In Zeiten wie diesen hat auch unser kleines Format eine große Aufgabe zu erfüllen, nämlich Trost zu spenden. Aber niemand kann euch besser trösten als ihr selbst“, sagt Lars. In einer der 10- bis 15-minütigen Sendungen stellt er die Kraft der positiven Imagination in den Mittelpunkt. Er stellt sich vor, dass er es gewesen sei, der den Klettverschluss erfunden hat und der dafür in höchsten Tönen gelobt wird, als er George Clooney und dessen Familie am Comer See besucht. Positiv träumen und denken tut gut, sagt Lars zu seinen Followern. Es helfe, Aggressionen zu kanalisieren. Von Horst Saller kann man viel sagen, aber nicht, dass er ein unverbesserlicher Optimist sei. Die pessimistische Grundhaltung, die er stets zu verscheuchen versucht, hält ihn aber nicht davon ab, die leider oft triste Wirklichkeit mit Ironie und Witz zu sehen und darzustellen. Und auch mit einem Schuss Selbstkritik. Froh gibt sich Lars darüber, dass er der Versuchung, während der unendlichen Corona-Wochen der Flasche anheimzufallen, nicht erlegen ist. Horst Saller, 1963 geboren und Lehrer an der Landesberufsschule Schlanders (Deutsch und Integration), macht kein Geheimnis daraus, dass er einst ein veritables Alkoholproblem hatte, bis es ihm 2013 gelang, sich von ihm zu befreien. Wer zuhört, wie Lars bei TeleSeele spricht und wem die Faschingsrevuen des MGV Schlanders nicht unbekannt sind, wird unweigerlich an die Auftritte von Horst Saller erinnert. An seine glasklare Nachrichtenstimme, an seine Wortschöpfungen und seine mitunter beißende und unverblümte Kritik, wenn es darum geht, hinter die Kulissen der Gesellschaft zu schauen und so manche Masken herunterzureißen. Für heuer hatte Horst Saller erstmals einen Soloauftritt im Kulturhaus in Schlanders geplant, aber die Corona-Pandemie hat dieses Vorhaben vereitelt. 2021 soll es klappen. Bis dahin - und auch das ist ein Trost - bleibt uns Lars mit seiner TeleSeele erhalten. In einem der Auftritte geht er auf die drei großen Kränkungen ein, welche die Menschheit laut Sigmund Freud erfahren musste. Zum ersten Mal gekränkt wurde der Mensch, als er entdeckte, dass die Welt nicht der Mittelpunkt der Erde ist, zum zweiten Mal, als der Mensch einsehen musste, dass er vom Affen abstammt und zum dritten Mal, als ihm klar wurde, dass nicht sein Ich, sondern das Unbewusste der eigentliche Herr im eigenen Haus ist. Wer wissen möchte, welches die vierte große Kränkung ist, erfährt dies von Lars bei TeleSeele (Stichwort TeleSeele auf YouTube).

Josef Laner
Josef Laner

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