Touristiker sehen rosa!

Publiziert in 16 / 2013 - Erschienen am 2. Mai 2013
„Der Giro d‘Italia kommt, geht aber auch wieder vorbei“ - Ende Mai herrscht im Untervinschgau Ausnahmezustand Schlanders - In zwei Etappen führt der Giro d‘Italia heuer durch den Vinschgau. Am 24. Mai wird von Ponte di Legno übers Stilfserjoch ins hintere Martelltal geradelt. Am Tag danach erfolgt im Ortszentrum von Schlanders der Start für die Etappe, die bis zu den Drei Zinnen führt. „Wir sehen schon seit Wochen nur mehr rosa,“ sagte OK-Präsident Matthias Tschenett am 24. April bei der Jahresversammlung des Tourismusvereins Schlanders-Laas. Tschenett, seines Zeichens auch Präsident von „Vinschgau Marketing“, sowie Direktor Kurt Sagmeister nannten die Organisation der zwei Giro-Etappen als gewaltige Herausforderung, „die wir aber angenommen haben und die wir zusammen mit den Gemeinden Martell und Schlanders sowie allen anderen Beteiligten gut meistern werden. Der Giro kommt, geht aber auch wieder vorbei.“ Fast das ganze Tale helfe mit, um sich von seiner besten Seite zu zeigen. Die Bevölkerung ersuche man schon jetzt um Verständnis für manchen Ausnahmezustand, zu dem es unweigerlich kommen wird. Im Gegenzug erwarte man sich eine große Wertschöpfung und einen unbezahlenbaren Werbeeffekt. Dazu nur eine Zahl: die Etappe übers Joch und ins hintere Martelltal dürfte von ca. 4 Mio. Fernsehzuschauern mitverfolgt werden. Der Giro-Tross umfasst selbst Tausende Beteiligte, Tausende Zuschauer kommen dazu. Fest steht, dass auch durch Laas und Latsch geradelt wird. Weitere Neuigkeiten: www.giroditalia-vinschgau.net „Rosige“ Tourismuszahlen „Rosig“ waren auch die Zahlen, die Tourismusvereinspräsident Karl Pfitscher vorlegte: die Zahl der Nächtigungen in Schlanders stieg um 1,63%, in Laas um 14,99%. Auch die Zahl der Auslastungstage nahm zu. Diese Zahlen belegen laut Pfitscher, das der „Vinschger Weg“ der richtige ist. Das Team von „Vinschgau Marketing“ leiste sehr gute Arbeit. In die gleiche Kerbe hieben auch die Gemeindereferenten Ralf Muther (Laas) und Kurt Leggeri (Schlanders). Der gemeinsame Weg ist laut Kurt Sagmeister deshalb erfolgreich, weil er aus der Vernunft heraus geboren ist und nicht per Gesetz verordnet wurde. Neben der Gemeinden dankte ­Pfitscher auch der Nationalparkverwaltung, der Forstbehörde und den AVS-Sektionen beider Gemeinden für die Instandhaltung des Wegenetzes, der Raika Schlanders, seinem Stellvertreter Rudi Gartner, allen Führungspersonen sowie dem Mitarbeiterteam in Schlanders und Laas. Die Kurtaxe, die ab 2014 der Gast zu zahlen hat, ist nicht unumstritten. 80% der Einahmen fließen im Vinschgau den 7 Tourismusvereinen zu, 20% der „Vinschgau Marketing.“ Schlimmer wird es, wenn das Land 2015 einen Pflichtbeitrag für allen Wirtschaftssparten einführt. Dazu kommt es aber nur, wenn die derzeit freiwillig gezahlten Beiträge einbrechen. Pfitscher hofft, dass die Beiträge weiterhin bezahlt werden, denn ein Pflichtbeitrag währe eine nicht zumutbare zusätzliche Belastung. Erneut vielfältig sind die Angebote, mit denen der Tourismusverein heuer wieder für die Gäste aufwartet. sepp
Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

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