Mit dem Wasserfall und dem mediterranen Flair im Rücken: Birgit Egger Ladurner, Hans Weiss und Karin Thaler

„Tun Sie sich selbst was Gutes“

Publiziert in 10 / 2014 - Erschienen am 19. März 2014
Die Tourismusgemeinde Partschins, Rabland, Töll sucht Profil und setzt auf Gesundheit, Landschaft, Tradition und Geschichte. Partschins - „Tun Sie sich selbst was Gutes. Nur wer Lebensqualität hat, kann Lebensqualität verkaufen“, rief der Gaiser Tourismusberater Lois Kronbichler in die Vollversammlung. Präsident Hans Weiss und Karin Thaler, seine Geschäftsführerin, entließen ihre Mitglieder mit einem überraschend spritzigen und zum Nachdenken anregenden Motivationsschub in das Tourismus-Jahr 2014. Dabei war die zurückliegende Saison eher „eine verhaltene“, wie sich Weiss bei der Eröffnung der Jahresversammlung ausdrückte. „Wir werden 2014 um 72 Betten weniger zur Verfügung haben“, kündigte er an, „und es wird schwierig werden, wie bisher die Schwelle von 300.000 Nächtigungen zu überschreiten.“ Gegenüber 2012 war das „alpin-mediterrane Lebensgefühl“ in der Tourismusgemeinde ­Partschins, Rabland, Töll um 10.671 Mal weniger oft gesucht worden. Das größte Loch haben nicht etwa die wirtschaftlich angeschlagenen Italiener, sondern die reisefreudigen Deutschen hinterlassen. 8.000 Bundesbürger weniger haben in der Zieltal­gemeinde geurlaubt. Der gedruckte und bebilderte Jahresbericht, der auch als Urlaubsprospekt durchgehen könnte, brachte es an den Tag. Die wettermäßig verunglückten Monate Juni, September, Oktober und November waren ausschlaggebend für den Rückgang der Nächtigungen. „Weil wir Statistiken und Bilanzen gedruckt vorgelegt haben, sparen wir uns Zeit und können in der Versammlung nach vorn schauen“, meinte Direktorin Thaler und kam zur Sache. Auf fünf Schwerpunkte 2014 wurde hingewiesen: auf die „Frühlingscard“ mit freien Seilbahnfahrten, Nachtwanderung zum Wasserfall, Verkostung im Dunkeln, Sonnenaufgang-Tour, Kneipp-Tour und großzügige Ermäßigungen bei Shuttletransporten und Eintritten an sieben Tagen, auf den „Rausch der Sinne“ mit Nachtwanderung, Licht-Show, Musik und Verkostung am Wasserfall, auf die neu entdeckten und aufgewerteten Gerichte mit Geschichte in „Guats aus die Kuchltöpf afn Berg und in Tol“, auf die interaktive und von jedem Mitglied auf der eigenen Website verwendbare 2- oder 3D-Wanderkarte und in der zukünftigen Bike-Ära von ­Partschins auf die neue Panoramakarte von Sonnen- und Nörderberg. Zwischen Blumen, Palmen und Stimmungsbildern kam nur einmal der harte Tourismusalltag in den Gerold-Saal zurück. Die Anwendung und Verwendung der Pflichtbeiträge und der Gemeindeaufenthaltssteuer mussten geklärt werden. In Anwesenheit von BMAlbert Gögele rief Tourismus-Referentin Birgit Egger Ladurner auf, am Projekt „Partschins: Gestaltung des Lebensraums - Lebendiger Ort - Tourismusentwicklungskonzept“ mitzuwirken. Bis 2023 sollen Bettenkapazität und Alleinstellungsmerkmale der Standorte Partschins, Rabland, Töll definiert werden. s
Günther Schöpf
Günther Schöpf

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