Im Bild (v.l.): Ralf Muther, Alois Tscholl, Verena Tröger, Andreas Tappeiner, Gemeindesekretär Georg Lechner, Oswald Angerer und Reinhard Spechtenhauser.

Vandalen bekommen die „Rechnung“ serviert

Publiziert in 11 / 2013 - Erschienen am 27. März 2013
Zerstörungswut von Minderjährigen war eines der Themen bei der ­Bürgerversammlung in Laas. Laas - Es ist bereits Tradition, dass die Bewohner des Hauptortes Laas sowie von Allitz, Tanas, Parnetz und Tarnell am Josefitag von der Gemeinde- und Fraktionsverwaltung zu einer Bürgerversammlung ins Josefshaus eingeladen werden. Fraktionspräsident Oswald Angerer berichtete, dass im Weißwasserbruch im Vorjahr 4.088 Kubikmeter Marmor abgebaut wurden - 2011 waren es noch 2.618 gewesen -, und dass der Pachtschilling zugunsten der Fraktion somit auf 530.000 Euro anstieg. Insgesamt 320.000 Euro brachte der Holzverkauf ein. Zu den Vorhaben 2013 und darüber hinaus zählen u.a. der Ankauf von 6 bis 7 ha des Ex-Militärareals (Schgumser Badl), das 2. Baulos zur Erneuerung der Unteren Alm sowie der Neubau der Militzhütte. Bezüglich Marmortansport lobte Angerer das Bestreben der Lasa Marmo, an der Schrägbahn festzuhalten. Die Landesregierung sollte bezüglich der Zwistigkeiten zwischen Laas und Schlanders/Göflan eine Vermittlerrolle übernehmen. Die Rereferentin Verena Tröger wies Gerüchte, wonach der neue Kindergarten zu klein sei, zurück: „Derzeit gibt es 4 Gruppen, wobei pro Gruppe höchstens 25 Kinder aufgenommen werden können. Für den Herbst gibt es 107 Einschreibungen. Bei Bedarf hat auch eine fünfte Gruppe Platz.“ Leider sehr aktuell sei in Laas das Thema Drogen. Die Gemeinde wolle sich dieses Thema in Zusammerarbeit mit dem Forum Prävention annehmen. Ralf Muther bedauerte, dass sich in der Handwerkerzone nicht alle Betriebe an die Gesetze halten. Es werden daher Kontrollen ins Auge gefasst. Zu einem positiven Umdenken im Tourismus sei es vinschgauweit Hand in Hand mit der Gründung von „Vinschgau Marketing“ gekommen. Den Neubau der Umkleidekabinen im Freibad-Gelände kündigte Muther für den Sommer 2013 an. Das Freibad bleibe während der Arbeiten geöffnet. Reinhard Spechtenhauser kündigte die Umsetzung des 3. und letzten Bauloses zur Erneuerung der Panoramastraße an sowie die Errichtung des Spielplatzes Felius mit einer nordseitigen Mauer als Abschirmung zur dortigen Apfelwiese. Alois Tscholl informierte über Infrastruktur- und Straßenarbeiten im Hauptort. BM Andreas Tappeiner berichtete u.a. über den Grundschulneubau und den Gerichtsstreit bezüglich der Marteller Konzession (Kraftwerk Laas). Als katastrophal ­nannte er die Vandalenakte, speziell im Bereich des Bahnhofs. Es sei gelungen, einige Minderjährige dank Videoaufzeichnungen zu identifizieren. Die Verwaltung werde nun die Minderjährigen und auch die Eltern zwecks Schadenersatz „vorladen.“ Lob & Kritik für Lasa Marmo „Der Marmor wird oft hochgejubelt, aber es gibt auch Probleme, die niemand öffentlich nennt,“ meinte ein Diskussionsteilnehmer. So seien erst unlängst beim Weißwasserbruch Marmorabfälle in den Bach gekippt worden, „dadurch wird der Bach aufgefüllt und das birgt Gefahren.“ Fraktionspräsident Oswald Angerer bestätigte, dass im Herbst gekippt wurde, jetzt aber nicht mehr. Das Kippen sei verboten. Ein weiterer Bürger meinte: „Es tut mir weh, wenn ich sehe, wie Marmorblöcke auf dem Gelände der Lasa aufgespitzt werden.“ Das Unternehmen will mit der Entsorgung alter Blöcke, die angeblich so gut wie nichts wert sind, Platz schaffen. Mehrere Verwalter verwiesen darauf, dass die Lasa infolge eines Großauftrages zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen hat. Angespannt sei die Marktlage hingegen laut BM Tappeiner bei der HOPPE: „Es wird wieder Schließtage geben. Einen Stellenabbau plant die Firmenleitung nicht.“ Ein weiteres Thema war das Fehlen eines letzten Gehsteig-Teilstückes bis hin zur Disco „Fix“. Laut ­Tappeiner sollten sich hierbei auch das Fernheizwerk und der Disco-Besitzer finanziell beteiligen. Die Disco wäre die Hauptnutz­nießerin des Gehweges. Kritisiert wurde die Absicht, unterirdische Parkplätze (Peernstadel, Wohn- und Pflegeheim) gebührenpflichtig zu machen, auch wenn nur mit sehr geringen Tarifen. Die Gemeinde möchte mit dieser Maßnahme Langzeitparker fernhalten.  Sepp Laner
Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

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