In Schluderns gibt es mehrere große Vorhaben, die Frage aber ist: Was kann wann und wie finanziert werden?

Viele Treffen wegen „GIS“

Publiziert in 36 / 2013 - Erschienen am 16. Oktober 2013
Auch die Frage „Altersheim oder Kindergarten?“ war Thema im Gemeinderat Schluderns - Es brauchte mehrere Anläufe und Sitzungen mit allen Fraktionen im Gemeinderat, gemeinsam, aber auch jede Fraktion unter sich, dann wieder gemeinsam und letztendlich vor der offiziellen Sitzung des Gemeinderates, ein vorgeschobenes Treffen der Räte. Es waren nämlich im Vorfeld unterschiedliche Vorstellungen über die Gemeinde-Immobilien-Steuer „GIS“ an den Tag gelegt worden. Dies laut Auskunft von BM Erwin Wegmann. Umso erstaunlicher dann die reibungslose „offzielle“ Diskussion im Gemeinderat mit dem Hinweis, dass alles bereits vorher ausgeredet worden sei. Der Freibetrag beträgt demnach 550 Euro auf die Hauptwohnung, der ordentliche Steuersatz wurde auf 0,76 Prozent festgelegt. Mit 14 Ja-Stimmen und einer Enthaltung wurde die „GIS“ so genehmigt. Seit Juli 2014 gibt es in Schluderns eine ständige Ratskommission, die sich mit Großprojekten und Sanierungen befasst. Dieser gehören an: Erwin Wegmann und Martha Innerhofer Frank (beide Bürgerliste Schluderns), Astrid Reinstadler (Vizebürgermeisterin) und Armin Bernhard (beide „Mitnond“ - Freie Liste Schluderns); Martin Rainalter (Referent) und ­Peter Paul Trafoier (beide SVP) sowie die Referentin Romina Eberhöfer (Die Freiheitlichen). Bernhard trug die Ist-Situation vor und wartete mit Zahlen auf: Neubau des Kindergartens 3,2 Mio. Euro, für das Musik-Probelokal 1,2 Mio. und für den Umbau und die Erweiterung des Altersheimes 5,3 Mio. Euro. Zudem wurden die jeweiligen Landesfinanzierungen genannt, und die Kosten, die auf die Gemeinde zukommen würden. Wegmann erinnerte daran, dass das Vorprojekt des Kindergartens bereits vorhanden sei und nur vom Gemeinderat abgesegnet werden müsste. „Dann könnten wir in rund einem Jahr anfangen zu bauen“. Beim Altersheim sei eine 60-prozentige Finanzierung vom Land vorgesehen, aber es gebe nicht einmal ein Vorprojekt. Alle Räte meldeten sich zu Wort. Für die einen hatte der Kindergarten der Vorrang, für die anderen das Altersheim und für einige anderen beide Vorhaben. Wie dem auch sei, müsste die Gemeinde Schluderns angesichts derartiger Großprojekte immerhin Darlehen in Höhe von ca. 250.000 Euro jährlich tilgen, worauf Ratsmitglied Mirko Stocker starke Bedenken äußerte und nachhakte, ob eine derartige Summe überhaupt zu berappen sein. Er bekam keine klare Antwort dafür. Der derzeitige Verwaltungsüberschuss (44.000 Euro) sei gering, war von Gemeindesekretär Christian Messmer zu hören. Rudolf Stocker (SVP) setzte sich besonders für den vorrangigen Bau des Altersheimes ein und ergänzte sinngemäß: „Wichtig ist dennoch, dass wir überhaupt mit etwas anfangen und damit ein Zeichen für die Bevölkerung setzen.“ dany
Daniela di Pilla
Daniela di Pilla
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