Vinschger Weine können sich sehen lassen

Publiziert in 23 / 2013 - Erschienen am 19. Juni 2013
Fruchtbringende Symbiose zwischen Landwirtschaft, Gastronomie und Tourismus. Kastelbell - Von der Töll bis Laatsch bauen die ca. 300 Mitglieder des Weinbauvereins Vinschgau mit viel Fleiß und ­Hingabe Wein an. Mehr als 50 ha der gesamten Anbaufläche sind als DOC-Fläche eingetragen. Von der Qualität der Weine 2012 konnten sich die Weinbauern und -liebhaber am vergangenen Wochenende bei der 29. Vinschgauer Gebietsweinkost im wunderschönen Ambiente des Schlosses Kastelbell überzeugen. 37 Weiß-, 3 Rosé- und 25 ­Rotweine standen zur Verkostung bereit. „Wir haben die Zahl bewusst auf 65 reduziert, um die Qualität weiter zu steigern,“ sagte Leo Forcher, der Obmann des Weinbauvereins, bei der Eröffnung am 14. Juni. Wie Reinhard Massl bei der Vorstellung der Weinkarte ausführte, ist die Zahl der Rebsorten und Weintypen mit ca. 20 dennoch gleich geblieben. Das Wetter bot 2012 laut Martin Pohl so ziemlich alles, was es bieten kann. Die Palette reichte von Frost und Kälte bis zu Trockenheit und Hitze. „Trotzdem kamen wir mit einem blauen Auge davon,“ so Pohl. Prämiert wurde heuer ein Kerner des Obmannes Leo Forcher. Vorgestellt hat diesen Weißwein Franz Pratzner. Der Urbani-Preis ging an den ­„Vinschgerhof“ der ­Familie Pinzger. Mit diesem Preis werden Betriebe ausgezeichnet, die auf den Weinkarten Vinschger Weine anbieten und auch den Vertrieb fördern. Entgegengenommen hat den Preis Max Pinzger. Die Zusammenarbeit des Weinbauvereins mit der Gastronomie und dem Tourismus ist ein gutes Beispiel für eine fruchtbringende Symbiose zwischen Landwirtschaft und Fremdenverkehr sowie auch für die Förderung der regionalen Wirtschaftskreisläufe. Auf diesen Aspekt verwiesen sowohl Leo Forcher als auch Bürgermeister Gustav Tappeiner, „Schlossherr“ Georg Wielander, HGV-Gebietschef Karl Pfitscher, Tourismusvereinspräsident Manfred Prantl und Albert Wurzer vom Ressort für Landwirtschaft. Einen besonderen Dank zollte Leo Forcher allen Mitgliedern, den Verantwort­lichen der Tourismusbranche, den Raiffeisenkassen des Tals und vor allem auch der Südtiroler Bäuerinnenorganisation mit Bezirksbäuerin Ingeborg Rechenmacher an der Spitze für die Mithilfe bei der Gebietsweinkost sowie auch beim Gourmet-Mittagessen, das am 16. Juni im Schloss Kastelbell stattfand. Die Idee, die Gebietsweinkost erstmals mit einem kulinarischen Höhepunkt zu verbinden, war vom Sternekoch Jörg Trafojer ausgegangen. Die „kulinarische Reise durch den Vinschgau“ war bereits Tage vorher ausverkauft. Neben den ­Bäuerinnen halfen auch die Bauern­jugend und der Tourismusverein Kastelbell-Tschars mit. Musikalisch umrahmt hat die Eröffnung der Gebietsweinkost der Weinbauchor. Unter den Ehrengästen befand sich auch Hans Mair, der „Vater“ des 1981 gegründeten Vinschgauer Weinbauvereins. Sepp Laner
Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

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