Gruppenbild mit den Projekt-Beteiligten und Vertretern der Sponsoren.

Vollelektrisches „Bürgerauto“ für alle in Prad

Publiziert in 23/24 / 2020 - Erschienen am 16. Juli 2020

Prad - Auf dem Parkplatz vor dem Rathaus in Prad steht seit wenigen Tagen ein Elektro-Fahrzeug zum Ausleihen für alle Bürger und Betriebe zur Verfügung, die über eine Mitgliedschaft bei Carsharing Südtirol verfügen. „Nach mehrjährigen Vorarbeiten können wir dieses vollelektrische Fahrzeug heute offiziell in Betrieb nehmen“, freute sich Klaus Wallnöfer, der Obmann der Energie-Werk-Prad Genossenschaft, bei der Übergabe des E-Autos am 10. Juli. Von Anfang an betreut und begleitet hat das Projekt Michael Wunderer. „Die Bereitstellung dieses ‚Bürgerautos’ soll auch ein Anreiz für die Bevölkerung sein, vermehrt auf die Elektromobilität zu setzen“, sagte Wunderer. Was die Produktion, Nutzung und Verteilung sauberer und erneuerbarer Energie angeht, liegt die Gemeinde Prad landesweit an der Spitze. Nachholbedarf gibt es laut Wunderer aber noch im Bereich der Mobilität. Er erinnerte daran, dass der Klimaplan Südtirol vorsieht, den CO2-Ausstoß, der derzeit bei über 6 Tonnen pro Kopf und Jahr liegt, bis 2050 auf weniger als 1,5 Tonnen zu reduzieren. Die Anschaffung des E-Autos, das direkt vor Ort an einer Schnellladestelle aufgeladen werden kann, ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit vieler Beteiligter: Energie-Werk-Prad Genossenschaft, Gemeinde Prad, Raiffeisenkasse Prad-Taufers, SEV und Carsharing Südtirol. Auch folgende Sponsoren tragen das Projekt mit: Polyfaser, OVEG, Kuntner, Holzbau Lechner, Tourismusverein Prad und Auto Hofer. Leonhard Resch von Carsharing Südtirol informierte über die Nutzungsbedingungen, die Details für das Ausleihen und über technische Angaben. Die Reichweite des E-Autos (Nissan LEAF) ist erheblich. Resch: „Man kann fast zweimal von Prad nach Bozen und zurückfahren.“ Das Aufladen dauere nur ca. 30 Minuten. Für die Carsharing-Mitgliedschaft und sämtliche Informationen rund um die Ausleihe können sich Interessierte an das E-Werk oder an die Raika Prad-Taufers wenden. Benutzt werden kann das Auto, sobald man im Besitz der Carsharing Mitgliedskarte ist. Der jährliche Mitgliedsbeitrag beläuft sich auf 75 Euro. Gestaffelte Stundentarife für die Nutzung kommen dazu.

Josef Laner
Josef Laner

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