Bürgermeister Zeno Christanell (zweiter von links) mit Vertretern der Firma Geobau GmbH aus Bozen beim Lokalaugenschien im Gelände am Naturnser Sonnenberg über Kompatsch.

Weintalgraben-Risiko wird reduziert 

Publiziert in 3 / 2026 - Erschienen am 10. Februar 2026

NATURNS - Die Gemeindeverwaltung von Naturns setzt derzeit drei wichtige Zivilschutzprojekte um: In Staben und Kompatsch werden bereits mehrere Steinschlagschutzzäune errichtet, beim Weintalgraben in Stein gab der Gemeinderat nun auch grünes Licht für die notwendigen Hochwasserschutzmaßnahmen. Die Arbeiten in Kompatsch und Staben werden in den nächsten Monaten abgeschlossen, der Startschuss für das Zivilschutzprojekt „Weintalgraben“ wird dann voraussichtlich im Laufe des Jahres erfolgen können. In der Gemeinderatssitzung am 2. Februar stellte Corrado Lucarelli vom Büro Patscheider und Partner den Räten die geplanten Maßnahmen vor. „Mit diesem Projekt werden technische Lösungen gefunden, um das Risiko, welches vom Weintalgraben ausgeht, zu reduzieren. Es wird die Eliminierung von Zonen mit sehr hoher Gefährdung und gleichzeitig eine Minderung des spezifischen Risikos für das Talgebiet erreicht“, erläuterte Lucarelli. Konkret sind die Optimierung des Einlaufbauwerkes, die Anpassung der Rohrleitung für den Abfluss, die Vergrößerung des Rückhaltebeckens sowie mehrere Konsolidierungen im Grabe selbst vorgesehen. „Durch diese Zivilschutzmaßnahme kann die Sonnenbergstraße nachhaltig sicherer gemacht werden. Das ist sehr wichtig, da sie die einzige Zufahrt zu den Höfen ist. Außerdem wird das Hofstellen-Ensemble Weintal mit dem zugehörigen Buschenschank, das sich größtenteils in der hochgefährdeten roten Zone befindet, geschützt, wodurch eine Rückstufung der Gefahrenzone erfolgen kann“, erklärt der zuständige Referent für die Bergebiete Helmut Müller. Das Projekt sieht Baukosten von rund 670.000 Euro vor und wird derzeit noch hinsichtlich der Umweltverträglichkeit geprüft. Möglich wird die Finanzierung durch Landesbeiträge vom Amt für Zivilschutz sowie dank der Alperia-Umweltgelder, die der Gemeinde zur Verfügung stehen. Die Gemeindeverwaltung plant die Ausschreibung und Vergabe im ersten Halbjahr 2026, sodass eine Umsetzung schon ab Herbst 2026 erfolgen könnte. In sehr guter Zusammenarbeit mit dem Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung West sind zudem bereits weitere Schutzmaßnahmen im Bereich Büchelbach („Luambachl“) geplant. Diese werden den Betroffenen im März bei einer Bürgerversammlung vorgestellt. 

Redaktion

Diese Seite verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Lesen Sie unsere Cookie-Richtlinien für weitere Informationen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.