Die Kindergartenkinder warteten mit Einlagen auf.

Wichtige und notwendige Einrichtungen

Publiziert in 33 / 2013 - Erschienen am 25. September 2013
Neue Strukturen in Prad offiziell ihrer Bestimmung übergeben. ­Planungs- und Bauzeiten waren zum Teil lang. Prad - In einem „Aufwasch“ wurden am 15. September in Prad gleich drei Strukturen mit insgesamt vier Einrichtungen offiziell eröffnet und von Pfarrer Georg Martin gesegnet. Neu ist in Prad nicht nur das Rathaus, in dem auch die Forststation einziehen wird, sondern auch der Kindergarten und die Wohngemeinschaft St. Antonius. „Das sind alles wichtige und notwendige Strukturen, auf die wir teils lange gewartet haben,“ sagte BM Hubert Pinggera beim Festakt auf dem Platz vor der Kirche. Bereits im Vorfeld der Entscheidung, den ehemaligen Sitz der Raiffeisenkasse anzukaufen und als Rathaus umzubauen, hatte es viele Diskussionen gegeben. „Wichtig ist, dass es am Ende keine Verlierer gab, sondern nur Gewinner“, sagte der Bürgermeister. Im ehemaligen Raiffeisengebäude seien funktionelle Räume entstanden. Der zeitgemäße Zweckbau erfülle einerseits die Ansprüche der Bürger und biete andererseits auch beste Voraussetzungen für eine gutes Arbeitsklima. Im zweiten Obergeschoss befinden sich der „Bürgersaal“ sowie die noch zu beziehenden Räume für die Forststation Prad. Nachdem das ursprünglich ins Auge gefasste Projekt für einen Neubau nach vielen Diskussionen fallen gelassen worden war, folgten ab 2007 konkrete Schritte für den Umbau des Ex-Raika-Sitzes. Die Arbeiten dauerten von Oktober 2011 bis August 2013. Die Gesamtkosten (Ankauf Gebäude und Grundflächen, Bauarbeiten und Einrichtung) beliefen sich für das Rathaus sowie für die Forststation auf insgesamt ca. 4,23 Mio. Euro. Beim Bau und der Einrichtung der neuen Räume für die Forststation wurde laut Bezirksforstinspektor Mario Broll versucht, „Nachhaltigkeit und Naturnähe zu praktizieren.“ Seniorenwohnungen und Tagesstätte In die Länge gezogen hat sich auch die Umsetzung der Projekts „Senioren-Tagesstätte und ­Seniorenwohnungen.“ Die Beschlüsse für den Grunderwerb gehen auf 2011 zurück. 2006 wurde mit den Arbeiten begonnen, im April 2012 wurden sie abgeschlossen. Die Gesamtausgaben (Grunderwerb, Bauarbeiten, Einrichtung usw.) beliefen sich auf ca. 4,8 Mio. Euro. Zumal Prad kein eigenes Alten- und Pflegeheim hat, kommt dieser neuen Struktur laut dem Bürgermeister, dem ehemaligen Gemeindereferenten Werner Egger, der Sozialreferentin Tanja Ortler und auch dem Landesrat Richard Theiner eine besondere Bedeutung zu. Die Tagespflege soll in Zukunft an 5 Tagen pro Woche angeboten werden. Zusätzlich zur Tagesstätte gehören auch 13 Wohnungen für selbstständige Seniorinnen und Senioren zur Wohngemeinschaft St. Antonius sowie eine Senioren-Stube, eine Küche mit der Ausgabestelle für Essen auf Rädern sowie Nebenräume. Mehrfach hervorgehoben wurde von den Gastrednern der Stellenwert der Freiwilligenarbeit in der neuen Struktur. Der Bürgermeister dankte allen Architekten, Planern und Firmen, die bei der Umsetzung der drei Großprojekte mitgewirkt haben. Einen besonderen Dankt zollte er auch dem Gemeindesekretär Kurt Warger. „Künftige Erweiterung möglich“ Eine große finanzielle Herausforderung für die Gemeinde war die energetische Sanierung sowie der Umbau und die Erweiterung des Kindergartens (der Vinschger stellte den Kindergarten in der Ausgabe 32/2013 vor). Froh zeigte sich die zuständige Referentin Tanja Ortler auch darüber, dass eine Erweiterung möglich ist, falls in Zukunft die Errichtung einer Kindertagesstätte gewünscht werden sollte. Lob von Durnwalder Worte des Lobes für den Prader Bürgermeister und seine Mitverwalter fand Landeshauptmann Luis Durnwalder. Es sei der Gemeinde gelungen, für vier Einrichtungen, die für die Bevölkerung von besonderer Bedeutung sind, neue Räume zu schaffen. Durnwalder hofft, dass es in absehbarer Zeit zu einer Nationalpark-Neuregelung kommt, sodass die Parkaufsicht der Forstbehörde übertragen werden kann, „und zwar auch räumlich.“ Dass die Gemeinde Prad dem Landkreis Neu-Ulm mittlerweile in ­manchen Bereichen voraus ist, zum Beispiel in Sachen Seniorenarbeit und Energie, unterstrich der stellvertretende Landrat Roland Bürzle, der die Grüße des Landrates Erich Josef Geßner überbrachte. Musikalisch umrahmt hat den Festgottesdienst und den Festakt die Musikkapelle Prad. Alois Lechner, Gemeindereferent für öffentliche Arbeiten, fungierte als Moderator. Er hatte die Abschlussphasen der Bauprojekte mit viel Einsatz begleitet. sepp
Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

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