Arthur Gapp: „Die Pflanzenaufzucht geben wir an die ­Forststationen weiter - man kann sie dort nur abholen“:

Zeit für Samen-Sichern

Publiziert in 42 / 2012 - Erschienen am 21. November 2012
Mals - Die Samen-Wanderung am 11. November in der Malser „Hoache“, die im Rahmen des Interreg-IV-Projektes „Diversicoltura“, das die Gemeinden Mals, Taufers und Müstair für mehr Biodiversität veranstalten, blickte auf die einheimische Baum- und Strauchwelt. Die schwindende Biodiversität ist ein weltweites Problem und keines, das an Südtirol vorbeizieht, da die intensiver werdende Landwirtschaft ein Bedrohung für die teilweise noch existierende Diversität von Tieren und Pflanzen ist. Verschiedene Themenwanderungen, wie Vogelexkursionen und Wildwanderungen sorgten in den letzten drei Jahren bereits für Interesse von Bürgern und Bürgerinnen. Kürzlich lenkte Arthur Gapp das Augenmerk der Teilnehmer auf die Möglichkeiten der Vermehrung von in der „Hoache“ existierenden Bäumen und Sträuchern.„Vogelbeeren sind nur keim­fähig, wenn sie in der Natur den Verdauungstrakt eines Vogels durchlaufen haben“, führte Gapp ein Beispiel an: „wenn man sie zerstampft und innerhalb von acht Tagen zum Gären bringt, kann man sie ebenso züchten“. Er erklärte aber auch, welche Maßnahmen Menschen selbst ergreifen können, um Wildkirschen und Robinien, Ebereschen, Schwarzerlen und Saalweiden und Nussbäume zu vermehren. Gerade für Intensiv-Obstbauern dürfte diese Tatsache interessant sein, um den Agrios-Richtlinien von 2012 gerecht zu werden, die eine Heckenpflanzung zum Nachbarn vorsehen. kat
Katharina Hohenstein
Katharina Hohenstein
Vinschger Sonderausgabe

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