Die 40 Patinnen und Paten des Bartgeiers Zufritt Martell 2018.
Philipp Bertagnolli überreicht eine Erinnerungstafel an Schulleiterin Anita Fierer.

„Zufritt“ wird im Juli fliegen

Publiziert in 22 / 2018 - Erschienen am 26. Juni 2018

Martell -  „Ihr wisst ja viel. Ihr seid super“, stellte Parkförster Philipp Bertagnolli erstaunt fest. Zusammen mit seinem Kollegen Guido De Monte war er dabei, Wissenswertes und Besonderes zum Bartgeier zu erzählen und hatte Mühe, den Wissensdurst der 40 Marteller Grundschüler zu stillen. Da wurde alles angesprochen: vom roten Ring im Auge, wenn der Vogel aufgeregt ist, über die „Knochen-Diät“, das Schicksal des Zweitgeschlüpften und die  Wiederansiedelung bis zur Legendenbildung, die zur Ausrottung führte. Die Marteller Jugend zeigte sich beschlagen und hörte nicht auf zu fragen. Das Treffen mit den Parkförstern war zustande gekommen, weil wieder ein Bartgeier in Hintermartell beim Brüten beobachtet worden war. Erstmals kennt man sogar Namen und Herkunft der „Mama“. Die eher männlich klingende „Temperatio“ aus der Zuchtstation Haringsee bei Wien, also eine Österreicherin, wechselt sich mit einem nicht näher bekannten Männchen beim Brüten ab. Mama Temperatio ist im Mai 2006 im Schludertal ausgewildert worden und scheint sich an eine glückliche Jugend in Martell erinnert zu haben. Zwar lässt sich das Geschlecht des Vogels kaum feststellen, aber die Schüler haben bei der Namengebung mit „Zufritt Martell 2018“ eher auf ein Männchen getippt. Bis „Zufritt“ flugtauglich ist, werden die Parkmitarbeiter jeden Dienstag Besuchern ermöglichen, den Horst in Hintermartell zu beobachten.

Günther Schöpf
Günther Schöpf
Vinschger Sonderausgabe

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