VSM-Landesobmann Peppi Ploner nahm sich kein Blatt vor den Mund. Am Ausschusstisch (von links) Benjamin Blaas (MK Kortsch), Hannes Schrötter (VSM Meran), Peppi Ploner und Sebastian Prieth (Bezirksobmann)
Peter Blaas (rechts) und sein jugendliches Blasorchester.
Die 77. Jahreshauptversammlung der Musikkapellen im neuen Saal des Schießstandes an der Lahn.

Das Musikfest kann kommen

Vinschger Musikkapellen tagten im „Schießstand an der Lahn“.

Publiziert in 3 / 2026 - Erschienen am 10. Februar 2026

Goldrain - Es war die 77. Jahreshauptversammlung des Bezirkes Schlanders im Verband der Südtiroler Musikkapellen, die von der Musikkapelle Goldrain-Morter mit Obmann Harald Plörer ausgerichtet wurde. Von den 23 Musikkapellen war nur die Kapelle Katharinaberg  (Schnals) entschuldigt abwesend. In seinen Grußworten erinnerte Plörer an die Bedeutung des Saales im Schießstand für die Geschichte des VSM Bezirkes Schlanders. Weniger an die Geschichte und mehr an die Freude am Musizieren hatte Peter Blaas, Kapellmeister der MK Goldrain-Morter, gedacht, als er ein „Tagungsorchester“ aus jungen und bewährten Nachwuchsmusikern zusammengestellt hatte. Ihnen ist zu verdanken, dass die Versammlung mit stimmungsvoller Blasmusik kurzweilig blieb. Bezirksobmann Sebastian Prieth dankte der gastgebenden Kapelle für die Organisation der Bezirksversammlung und der Gemeinde Latsch für die Benützung des neuen Versammlungssaales im „Schießstand“.  Vertreten war der Hausherr durch Vizebürgermeister Christian Stricker. In der Gedenkminute für verstorbene Mitglieder nannte Bezirksobmann Prieth den verdienstvollen Hubert Eberhöfer aus Mals. Es folgten die Rückblicke der einzelnen Funktionäre, des Verbandsjugendleiters Hannes Schrötter und des Verbandsstabführer- Stellvertreters Franz Plangger. Höhepunkt der Redebeiträge waren die Ausführungen von Verbandsobmann Peppi Ploner, der ein vernichtendes Urteil über die Gesetzgebung des 3. Sektors fällte. Sinngemäß meinte er: „Wie kann man den Trägern eines so wertvollen Kulturgutes wie Musik so etwas in den Weg legen?“

Vorschau auf das Musikjahr 2026

Die Hauptversammlung ist traditionell der erste Schritt zur Organisation von Landesversammlung, Fortbildung, Jungbläserwoche, Konzert des Bezirksblasorchesters und Ehrungen. Für die Musikkapelle Reschen bekommt das Bezirksmusikfest mit Jugendkapellentreffen am 11. und12. September 2026 eine besondere Bedeutung. Bezirksobmann Sebastian Prieth (Musikkapelle Reschen) und Bezirksstabführer Raphael Pirhofer (Bürgerkapelle Latsch) erklärten den geplanten Ablauf. Hier noch die Infos zum Ablauf des Bezirksmusikfestes: Programm Samstagnachmittag: Umzug, im Anschluss Konzerte und Festbetrieb; Programm Sonntagvormittag: Feldmesse, dann offizieller Teil mit Ansprachen; am Nachmittag findet das Jugendkapellentreffen statt. Prieth teilte auch die Neubesetzung des Bezirksjugendleiter- Stellvertreters mit. Ruth Längerer (Kapellmeisterin in Schluderns) wurde Stellvertreterin von Lukas Kofler und soll die „Frauenquote“ hochhalten. Ebenfalls einstimmig von der Vollversammlung angenommen wurde der Vorschlag, Manfred Horrer zum Ehrenobmann zu ernennen.

Günther Schöpf
Günther Schöpf

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