Zahlreiche Besucher/innen waren mit dabei.
Michael Aster
Martin Perkmann
Thomas Mitterhofer
Christa Plank
„Doggi“ Dorfmann

Ein Abend, fünf Stimmen

Liedermacherabend im Bildungshaus Schloss Goldrain. 

Publiziert in 16 / 2025 - Erschienen am 9. September 2025

Goldrain - Fünf ausgesuchte Südtiroler Liedermacher/innen zeigten unlängst im Schloss Goldrain ihr Können. Sie präsentierten jeweils fünf Lieder, zwischen jedem Interpreten gab es eine fünfminütige Pause. Bildungsreferentin Maria Raffeiner und Schloss-Direktorin Gertrud Wellenzohn konnten zahlreiche Gäste im quasi ausverkauften Graf-Hendl-Saal begrüßen. Durch solche kulturellen und unterhaltenden Events wolle man das Schloss weiter für die Bevölkerung öffnen. „Und eine solche Veranstaltung passt einfach gut hier rein“, unterstrich Gertrud Wellenzohn. Der Abend begann mit Martin Perkmann. „Ein facettenreicher Singer-Songwriter aus Bozen“, stellte Raffeiner ihn vor. Der Bozner erreichte 2002 unter großem Applaus das Finale der österreichischen TV-Castingshow „Starmania“ und war von einem Tag auf den anderen Südtirols größte Musikhoffnung. Ohnehin dreht sich in seinem Leben alles um Musik. Er ist Sänger, Songschreiber, Produzent, und Moderator beim Radiosender „Südtirol 1“. In seiner Musik liebt er die Abwechslung und präsentiert ein breites Spektrum, von tanzbar bis nachdenklich, von melancholisch bis unterhaltend. Im Schloss Goldrain spielten er und seine Gitarre „Little Martin“ fünf deutschsprachige Songs. Nach Perkmann folgte Christa Plank aus Lajen. „Ich singe erst und dann rede ich. Das Singen macht mich weniger nervös“, so die 30-Jährige, die vergangenes Jahr im Herbst ihr erstes Album veröffentlichte. Plank singt in Dialekt und mischt diesen in gewissen Liedern auch mit dem Italienischen. Nach dem Singen zeigte sich die junge Frau selbstbewusst im Redefluss und forderte die Frauen auf, mutig zu sein. „Generell sind wir ja leider wenige auf der Bühne“, bemängelte sie. Laut Studien würden es Frauen oft weniger probieren als Männer. Sie rief dazu auf, auch hier im Vinschgau junge Frauen zu ermutigen, sich zu trauen und auf die Bühne zu gehen. Jemand, der ihr „einen Tritt in den Hintern“ gegeben habe, sei Markus „Doggi“ Dorfmann gewesen, der ebenfalls im Schloss Goldrain mit dabei war und später für das Liedermacher-Finale sorgte. 

„Doggi“ bleibt locker

Auf Plank folgte Thomas Mitterhofer. Der Lehrer am Oberschulzentrum in Mals leitet auch die dortige Schulband und gab einige rockige Songs in Englisch zum Besten. Danach spielte Michael Aster auf. Der in Gargazon lebende Girlaner machte mit seinen deutschsprachigen Popsongs bereits auf sich aufmerksam. Liebeskummer habe ihn dazu gebracht Songs zu schreiben. In Goldrain spielte er einige seiner größten Hits, wie „Oben“, „Lissabon“ und „Paralleluniversum“. Den Abschluss machte schließlich „Doggi“ Dorfmann, der sich gewohnt lustig und gesellschaftskritisch präsentierte. Der Brixner Liedermacher forderte das Publikum eifrig zum Mitmachen auf, „trompetend“ begleitete dieses ihn bzw. sang beim Hit „Olm loggor bleibm“ kräftig mit. Schlussendlich durfte Doggi zum Finale auch aus der Reihe tanzen und einen sechsten Song als Zugabe spielen.

Michael Andres
Michael Andres

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