Gemeinde Mals: Fast alle Fraktionsvorsteher gewählt
Publiziert in 13 / 2006 - Erschienen am 28. Juni 2006
Mit Ausnahme von Planeil sind am 19. Juni die Fraktionsvorsteher der Fraktionen von Mals gewählt worden, nur wenige wurden bestätigt, meist handelt es sich um „neue Gesichter“. So etwa auch in Mals, wo nun Armin Plagg das Amt innehat, obwohl der langjährige scheidende Fraktionsvorsteher Luis Stocker einige Stimmen mehr bei der Wahl des Verwaltungsausschusses der Fraktion am 30. April 2006 erhalten hatte (263 zu 199). Gleich ging es in Burgeis, Florian Punt heißt der neue Fraktionsvorsteher mit 78 Stimmen gegen Helmut Kuenrath mit 97 Stimmen. Alois Waldner ist der neue Vorsteher in Schleis, Engelbert Pazeller (neu) in Tartsch, Paul Erhard (bestätigt) in Laatsch, Siegfried Patscheider (bestätigt) in Schlinig und Peter Paulmichl (bestätigt) in Ulten-Alsack. In Matsch ist es Vinzenz Telser (neu); der meist gewählte Kurt Gunsch hatte freiwillig auf das Amt des Vorstehers verzichtet. Plawenn wird über eine Interessentschaft verwaltet. Der nüchterne Kommentar von Bürgermeister Josef Noggler zu den Wahlen der Fraktionsvorsteher: „Es ist bedenklich, dass der Wählerwille nicht berücksichtigt worden ist, wie etwa in Mals und in Burgeis. Die Personen, die am meisten Stimmen erhalten hatten, sind nicht in die Gunst der Ausschussmitglieder gefallen und wurden nicht als Fraktionsvorsteher gewählt“.
Planeil: „Wir sind einer Lösung nahe“
Nach den Wahlen des Verwaltungsausschusses am 30. April ging es in Planeil dem Vernehmen nach erst richtig rund, denn die Gewählten wollten offenbar die Wahl nicht annehmen. Bürgermeister Josef Noggler hatte sich daraufhin mit ihnen zu einer Aussprache getroffen, um eine Lösung herbeizuführen. Bis zum 19. Juni, dem Tag der Wahl der Fraktionsvorsteher, war dies allerdings nicht gelungen. „Wir sind einer Lösung nahe“, sagte Reinhard Höchenberger, einer der gewählten Ausschussmitglieder, dem „Vinschger“ auf Anfrage (am 21. Juni, Anm.d.Red.). Einer von ihnen sei noch im Urlaub, deswegen sei es noch verfrüht, verbindlich die Namen bekannt zu geben. Wie Höchenberger aber zu verstehen gab, würden die Ende April Gewählten zu der Wahl stehen, so dass der Vorsteher gewählt werden könnte. Die Gefahr, dass die Fraktion Planeil aufgelöst werden muss, scheint demnach nicht mehr gegeben zu sein.
Daniela di Pilla