Eva Hutter war erstmals im IBU Junior Cup mit dabei.
Maximilian Leitgeb holte im Sprint den zweiten Platz.
Die „Azzurra“ Carlotta Gautero triumphierte im Einzelwettbewerb zum Auftakt.
Eva Hutter beim Sprint.

IBU Junior Cup begeistert im Martelltal

Beerental als Schauplatz internationaler Biathlon-Talente. Eva Hutter feiert Debüt.

Publiziert in 1 / 2026 - Erschienen am 13. Januar 2026

MARTELL - „Wir haben spannende und hochklassige Wettkämpfe gesehen. Die Rückmeldungen zur Organisation waren durchwegs sehr positiv. Mein Dank gilt allen, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben“, freute sich OK-Präsident und Bürgermeister Georg Altstätter nach dem IBU Junior Cup im Martelltal. Vom 18. bis 21. Dezember war das Beerental Schauplatz für hochklassige Junioren-Biathlon-Wettkämpfe. Die zweite Etappe der international wichtigen Rennserie lockte sämtliche Top-Nationen ins Biathlonzentrum Grogg. 

„Azzurre“ glänzen bei Auftakt

Zum Auftakt standen die Einzelwettbewerbe an. Dabei zauberten die „Azzurre“ gleich eine ganz starke Leistung in den Schnee und feierten einen Doppelsieg. Ausschlaggebend dafür war die Genauigkeit am Schießstand, denn sowohl Carlotta Gautero, die mit einer Zeit von 39.00,1 Minuten gewann, als auch die Aostanerin Nayeli Mariotti Cavagnet, die 12,2 Sekunden länger für die 12,5 Kilometer in der Loipe und die vier Anschläge am Schießstand brauchte, schossen nur eine von 20 Patronen neben ihr Ziel. Diese Zielgenauigkeit war im Einzel elementar, schließlich bekommt man pro Fehler 45 Sekunden aufgebrummt. Den dritten Platz erreichte Juliette Oliva aus Frankreich mit 16,5 Sekunden Rückstand auf Gautero und drei Fehlern am Schießstand. 

Hutter auf Skiern stark

Die einzige Südtiroler Vertreterin, die bei den Damen ins Rennen ging, war Eva Hutter. Für die 19-jährige Laaserin, die beim ASV Martell zum Biathlon gekommen ist, war es das Debüt im IBU Junior Cup. Sie wusste besonders auf den Langlaufskiern mit der 13. Skizeit zu überzeugen. „Nur schade, dass es mir beim Schießen so schlecht gegangen ist, damit bin ich nicht zufrieden“, blickte die junge Vinschgerin zurück. In der Tat verhaute sie sich eine Spitzenplatzierung am Schießstand, fünf Mal zielte sie bei den vier Anschlägen daneben. Am Ende wurde es dadurch der 30. Platz für Hutter. Beim Sprintwettkampf über 7,5 km am 20. Dezember landete sie erneut auf dem 30. Platz, mit jeweils einem Fehler im Liegend- und Stehendanschlag. Die Heimetappe im Martelltal genoss Hutter so oder so: „Ich trainiere eigentlich das ganze Jahr hier, mein Sportverein ist ja der ASV Martell Raiffeisen. Mir gefällt es gut, weil ich hier mit allem vertraut, und so weniger angespannt bin.“ Der souveräne Sprint-Sieg ging an Lou-Anne Dupont Ballet Baz. Die Französin verwies ihre Konkurrentin Melina Gaupp (Deutschland) um sage und schreibe 45,2 Sekunden auf den zweiten Platz, und das, obwohl sie im Liegendanschlag einmal danebenschoss und so eine Strafrunde machen musste. Rang drei ging an die Tschechin Miroslava Cervena.

Ein Antholzer jubelt über Podestplatz 

Bei den Herren ging der Sieg nach 10 km an Leo Carlier aus Frankreich. Der Antholzer Maximilian Leitgeb (+35,9) holte den zweiten Platz. Rang drei ging an den Tschechen Jakub Bouska. „Ich bin selbst ein wenig überrascht, am Donnerstag ist es mir beim Laufen trotz des 20. Platzes nicht so gut ergangen. Heute habe ich das Tempo anders gewählt und nach dem zweiten Schießen wusste ich, dass ich bislang ein gutes Rennen gemacht habe. Ich habe dann noch einmal alles gegeben, was sich ausgezahlt hat“, freute sich der 20-jährige Leitgeb. 

Staffeln sorgen für Schlusspunkt

Am Sonntag, 21. Dezember, ging das Biathlon-Spektakel in Martell schließlich mit den Staffelwettkämpfen zu Ende. Bei den Juniorinnen entschied Deutschland das Rennen für sich. Schlussläuferin Melina Gaupp machte dabei einen deutlichen Rückstand wett und führte ihr Team mit einem Vorsprung von über 55 Sekunden zum Sieg. Der zweite Platz ging an die Ukraine, die insbesondere am Schießstand zu überzeugen wusste. Die französische Staffel schaffte es als Dritte auf das Podium. Die „Azzurre“ (mit Eva Hutter) hatten große Probleme am Schießstand und kamen nicht über Rang zehn hinaus.  Bei den Junioren war Frankreich nicht zu schlagen und siegte mit fast zwei Minuten Vorsprung auf Tschechien. Rang drei ging an Deutschland. Die „Azzurri“ verpassten das Podest als Vierte, insbesondere Leitgeb zeigte dabei wieder eine starke Leistung. 

Redaktion

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