Die Wettkämpfe im Biathlonzentrum Grogg boten viel Spektakel.
Zufrieden (v.l.): Alfons Thoma von der FISI, OK-Chef Georg Altstätter und HGV-Ortsobmann Roland Gluderer.
Oriol Cardona Coll (Bildmitte) setzte sich vor Arno Lietha (links) und Nikita Filippov durch.
Das Podest der Damen mit der siegreichen Emily Harrop (Bildmitte)
Das Küchenteam mit (v.l.) Gudrun Sterzik, Margit Stricker, Wolfi Gorfer, Karin Stricker, Paul Tappeiner und Hanna Sterzik
Die Strecke war vom Zuschauerbereich aus gut einsehbar. Mehr Fotos unter www.dervinscher.it/de/fotogalerie und auf Facebook

Olympisches Martell

Weltcup-Elite und olympischer Glanz bei der Marmotta Trophy.

Publiziert in 6 / 2026 - Erschienen am 24. März 2026

Martell - „Allen Helferinnen und Helfern, die bei dieser 18. Ausgabe der Marmotta Trophy mitgewirkt haben, sei von Herzen gedankt. Wir haben gezeigt, wie viel Zusammenhalt ausmacht und was man gemeinsam erreichen kann.
Danken möchte ich auch unseren zahlreichen Sponsoren, ohne die wir die Marmotta Trophy niemals ausrichten könnten.“ Es waren klare und dankbare Worte, die OK-Chef und Bürgermeister Georg
Altstätter nach dem erfolgreichen „olympischen“ Wochenende am 21. und 22. März im Martelltal geäußert hat. Nachdem das Skibergsteigen unlängst bei den Winterspielen von Mailand-Cortina in Bormio Olympia-Debüt feierte, kam die Elite dieser Sportart nun einmal mehr zur traditionsreichen Marmotta Trophy ins Martelltal. Auch, dass die Rennen zum ISMF-Weltcup gehören, hat mittlerweile Tradition. So verwundert es nicht, dass viele der Athletinnen und Athleten, die bei den Spielen im Zeichen der fünf Ringe dabei waren, auch im Nationalpark Stilfser Joch an den Start gingen. Im Biathlonzentrum Grogg wurden die beiden olympischen Disziplinen ausgetragen: Am Samstag die Mixed-Staffel (ein Mann und eine Frau treten zusammen an) und am Sonntag der Einzelsprint. Vom Zuschauerbereich aus war dabei so gut wie die gesamte Strecke optimal einsehbar. 

Olympiasieger top

In der Staffel feierte das österreichische Duo Johanna Hiemer/Paul Verbnjak den ersten Weltcupsieg. Bei Olympia hatten die beiden mit Platz sechs noch eine Medaille verpasst. „Die letzten Wochen nach Olympia waren nicht einfach, weil wir unser großes Saisonziel verpasst haben. Heute wusste ich, dass ich richtig schnelle Konkurrenten hinter mir habe. Deshalb war mein Motto einfach alles zu geben und aus mir herauszuholen. Dass wir gewinnen können – daran habe ich ehrlich gesagt erst gedacht, als ich über der Ziellinie war“, erklärte Paul Verbnjak. Grund zur Freude gab es auch für die italienische Nationalmannschaft: Alba De Silvestro und Michele Boscacci wurden Zweite. Spanien mit Ana Alonso Rodriguez und Oriol Cardona Coll komplettierte das Podium. Cardona Coll drückte tags darauf dem Einzelsprint seinen Stempel auf und setzte sich im Finale der besten sechs Athleten vor dem Schweizer Arno Lietha und dem unter neutraler Flagge startenden Russen Nikita Filippov durch. „Nach Olympia habe ich im letzten Monat nicht viel trainiert, weil ich sehr beschäftigt war“, gestand er. Nun, nach dieser langen Zeit, wieder zurück zu sein und gleich wieder zu gewinnen, bedeute ihm sehr viel. Coll hatte in Bormio bei Olympia Gold in dieser Disziplin geholt und in der Mixed-Staffel Bronze. 

„Liebe es hier in Martell zu sein“

Mit der Französin Emily Harrop jubelte in Martell eine weitere Olympiasiegerin. Die 28-jährige Französin hat nach 2022, 2023 und 2024 den Marmotta-Sprint zum bereits vierten Mal gewonnen. Bei Olympia hatte sie in der Mixed-Staffel Gold geholt. In Martell setzte sie sich vor der „Azzurra“ Giulia Murada und der Französin Margot Ravinel durch. „Ich liebe es hier in Martell zu sein. Ich mag die Strecke, weil sie anders ist und es Spaß macht“, unterstrich Harrop. Skibergsteiger/innen aus Südtirol waren beim Weltcup nicht am Start.

Michael Andres
Michael Andres

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