Toni Steiner und Oswald Wenin (rechts) wurden in Agums von Anni Wenin Paris, Mutter von Ski-Ass Dominik, empfangen.
Die Gesamtsieger „Master Mixed“ Irene Senfter und Lord Jens Kramer bei der Zielankunft in Prad.
Tourismusdirektor Peter Pfeifer, Prad, hatte einen sehr feuchten Härtetest zu überstehen.
Die überragenden Sieger Stefan und Martin Lustenberger aus der Schweiz
Ende gut, alles gut, dürfte das Fazit von Oswald Wenin, seiner Schwester Anni und Toni Steiner (v.l.) gelautet haben.
„Schade, dass es schon zu Ende ist“ meinten Ida-Sophie Hegemann (links) und Suse Spanheimer im Regen von Prad.
„Vor dem Mikrophon bitte die Vitamine in Bierform“, könnten Oswald Wenin (links) und Toni Steiner (vorne) in der Tennishalle gesagt haben.

„Team Sulden“ hat gewonnen

Transalpine Run: Tolle Stimmung beim Zieleinlauf am Fuße des Ortlers 

Publiziert in 30 / 2019 - Erschienen am 10. September 2019

Sulden - Zwar nicht fürs Wetterglück, aber für die perfekte Organisation und den reibungslosen Ablauf hatten die Ferienregion Sulden vor allem durch Patrizia Reinstadler (Hotel Bambi) gesorgt. Die Stimmung war eindrucksvoll, schließlich durften Athletinnen und Athleten das Ziel in einer Tennishalle überqueren. Direktor Andreas Tschurtschentaler konnte zufrieden sein, Sulden und sein Team hatten gewonnen. Die Ferienregion hatte auf das richtige „Pferd“ gesetzt und den „Freiplatz“ an Irene Senfter aus Lana und Lord Jens Kramer aus Steinegg vergeben. Als „Team Sulden“ siegten sie in der Kategorie „Master Mixed“ und überquerten die Alpen in 37:28:11,6. In Sulden waren Senfter und Kramer als Tages-Dritte angekommen. Dramatisch zu Beginn und spannend am Ende war die Alpenüberquerung für den Vinschger Toni Steiner aus Laas mit Partner Oswald Wenin aus St. Walburg in Ulten. Sie hatten sich die 1. Etappe von Oberstdorf nach Lach am Arlberg nicht nur anders, sondern ganz anders vorgestellt. Die drückende Hitze schien Wenin buchstäblich auf den Magen geschlagen zu haben. Am Etappenziel in Lech am Arlberg lagen sie über 56 Minuten auf Rang 9 hinter den Führenden ihrer Kategorie „Senior Master Men“. Ab der 2. Etappe inszenierten sie eine Aufholjagd, die selbst Kenner der Ultralauf-Szene erstaunte. Nach 5 Tagessiegen und 2 zweiten Plätzen – einmal, weil sie sich verlaufen hatten – lagen Steiner und Wenin als Team „Stilfserjoch Stelvio Marathon“ noch knapp 25 Minuten hinter den Siegern auf Rang 2. Sie liefen nach einer Gesamtzeit von 32:27:30,4 als 6. Paar (von 300) in die Tennishalle ein. Einen haushohen Sieg in der Kategorie Herren mit 28:38:47.3 für die gesamte Durchquerung feierte das Luzerner Brüderpaar Martin und Stefan Lustenberger. Die Schweizer Dominanz war erdrückend. Auf den ersten 4 Plätzen sprach man Schwyzerdütsch. Der Ausdruck haushoher Sieg muss bei den Frauen noch gesteigert werden. Ida-Sophie Hegemann aus Hannover und Suse Spanheimer aus Würzburg wären am liebsten auch nach der harten Regenetappe von Scuol nach Prad weiter gelaufen. Sie hatten alle Tagessiege eingeheimst und waren mit über 4 Stunden Vorsprung auf „Blond Power“ aus Russland in 35:50:57,8 von Oberstdorf im Allgäu nach Sulden am Ortler gelaufen.

Günther Schöpf
Günther Schöpf

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