Eintauchen von Tormann Felix Piazzo zwischen weiße Latscher und gelbe Naturnser.
Schwalbe oder Stoß? – Kevin Buzi am Boden vor Dominik Mair und vor den Augen der Latscher Trainer und Sektionsleiter.
10 Jahre liegen zwischen dem Naturnser Daniele De Simone und dem Latscher Samuel Weiss (rechts).
Das Duell zwischen Thomas Mair (Naturns, links) und Philipp Traut (Latsch, rechts) endete mit einem Tor für Naturns.
Nicht als Präsident des Olympischen Komitees Südtirol, sondern als Sportjournalist war Alex Tabarelli nach Latsch gekommen.

Volles Haus …

… und Spannung bis zum Abpfiff

Publiziert in 6 / 2026 - Erschienen am 24. März 2026

Latsch - Landesliga, 21. Spieltag, Sonntag, 15.03.26 - Dass sich der ASV Latsch auf eigenem Platz teuer verkaufen wollte, war zu erwarten. Dass diese „höchstmögliche Fußballbegegnung“ im Vinschgau so viel Publikum anlockte, war erhofft worden. Das inzwischen klassische Vinschger Derby lockte tatsächlich über 600 Neugierige ins Latscher Stadion am Moos. Die Partie lief in den ersten 30 Minuten am Favoriten Naturns vorbei und Latsch war überrascht, wie hektisch sich Naturns aufführte. Abspielfehler und Fehlpässe „en masse“ machten es den Gastgebern leicht, sich als Platzherren aufzuführen. In der Sportpresse schrieb man von „hungrigen, bissigen und auch gefährlichen“ Latschern. Tatsächlich wurde es Latsch leicht gemacht. Dies drückte sich auch an der Zahl der Eckbälle gegen Naturns aus. Einer davon war das 1:0 für die Gastgeber in der 28. Spielminute. Philipp Traut stand unbehelligt und goldrichtig. Sein Kopfball war auch für den großgewachsenen Naturnser Tormann Felix Piazzo zu hoch bzw. zu knapp unter der Latte. Schon glaubte man, wenn nicht an ein Wunder, so doch an eine handfeste Überraschung. Die Überraschung dauerte exakt 5 Minuten, bis der aktivste Naturnser auf dem Platz – Kevin Buzi – zum Zuge kam und den Ausgleich herstellte. Buzi mausert sich immer mehr zu einem wichtigen Leistungsträger der Naturnser. Die Latscher Freudenschreie waren verhallt und die „Profis“ unter den Zuschauern ahnten nichts Gutes. Vor allem wusste man, dass eine Mannschaft wie Naturns mit ihren vielen Routiniers schon oft gezeigt hat, wie man sich sammeln und geduldig abwarten kann. Auch auf die letzte Minute, wie die Partie gegen Natz am Sonntag zuvor gezeigt hatte. Dass Naturns auch in Latsch zuletzt lachen konnte, dafür sorgte Thomas Mair, der „größte“ Spieler auf dem Platz mit dem 2. Naturnser Tor in der 65. Minute. Während die Gäste befreit lachten, ärgerten sich die Latscher über den Schiri aus Arco, der 3 Mal vielversprechende Aktionen der Latscher unterbrach aus Rücksicht auf vermeintlich gefoulte Gegner.

Günther Schöpf
Günther Schöpf

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