Auf in den Almsommer!
Burgeis - Die warmen Frühsommertage und die erwachende Natur haben wieder die Sehnsucht nach der Alm geweckt. Zuvor jedoch müssen die Almverantwortlichen und ihr Alm-Teams viele Vorbereitungen treffen. Eine davon ist der Besuch der Alpauffahrtstagung in der Fürstenburg in Burgeis, bei der sie wichtige Informationen zum Almsommer bekommen. Christine Reinstadler vom tierärztlichen Dienst informierte über Neuerungen in Bezug auf die Registrierung von Tieren. Patrik Angerer, Melkberater im Sennereiverband Südtirol, stellte die Vorteile und Möglichkeiten der Zwischendesinfektion vor und Bertram Stecher, ebenfalls vom Sennereiverband Südtirol, teilte Informationen zu Produkthygiene und -sicherheit, Probenahmen und -untersuchungen sowie einige wichtige Termine mit. Den Almverantwortlichen wurde ihre große Verantwortung den Tieren, der Hygiene in der Produktion und in der Verabreichung von Lebensmitteln gegenüber bewusst gemacht.
Bald 40 Jahre Sennkurse
Gleichzeitig zur Alpauffahrtstagung wurde an 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Südtirol, Nordtirol und Deutschland das Zertifikat der beruflichen Qualifikation „Almsennerin/Almsenner“ überreicht. Seit fast 40 Jahren gebe es den Almsennkurs, der 105 Stunden beinhalte und ein Erfolgsprojekt mehrerer Partner sei, erklärte die Fachlehrerin Elisabeth Haid. „In diesen 105 Stunden müssen sich die Teilnehmenden Kompetenzen für 1.000 Arbeitsstunden pro Almsommer aneignen“. In der Kommission der Prüfung waren Irene Unterhofer (Amt für berufliche Weiterbildung), Thomas Wallnöfer (Chascharia Müstair), Bertram Stecher (Sennereiverband Südtirol) und Elisabeth Haid (FS Fürstenburg) vertreten. Die angehenden Almsennerinnen und Almsenner werden ihren ersten Almsommer auf der Höfer Alm, der Alp Farur (CH), der Alpe Gogles (Landeck), Binasia Alm (TN), Plattkofler Alm, Planeiler Alm, Tillfußalm (Tirol), Gampenalm und Spitzner Alm (Ulten) sowie auf der Oberdörferalm und der Kaproner Alm verbringen.