Mit der Umsetzung des Sanierungskonzeptes soll demnächst begonnen werden.
Bürgermeisterin Verena Tröger und Bauleiter Michael Hofer.

Konzept liegt vor

Kein Rückbau bei neuer Brücke in Laas erforderlich. Alle Beteiligten mit Vorschlag einverstanden.

Publiziert in 10 / 2026 - Erschienen am 19. Mai 2026

Laas - Nach einer mehrwöchigen Phase von Treffen und Aussprachen liegt nun ein endgültiges Konzept zur Behebung des Defekts auf dem Tisch, der am 27. März zur abrupten Unterbrechung der Arbeiten an der neuen Etschbrücke in Laas geführt hatte. Wie die Bürgermeisterin Verena Tröger und der Bauleiter Michael Hofer am 15. Mai auf Anfrage übereinstimmten, wurde eine ganze Reihe von Lösungsansätzen erörtert, wobei neben Vertretungen des Planungsteams, der ausführenden Firmen, der Bauleitung und der Gemeinde auch externe Fachtechniker und Stahlbauexperten hinzugezogen wurden. Dass es zu einer Verformung des westlichen Fachwerksträgers gekommen ist, sei laut Michael Hofer darauf zurückzuführen, dass es im Zuge der Betonage der Fahrbahnplatte infolge einer lokalen Drucküberlastung zum Versagen eines Fachwerksknotens gekommen ist.

„Schnellstmögliche Umsetzung“

Das Sanierungskonzept zur Behebung des Defekts wird laut Hofer und Tröger von allen beteiligten Technikern und Firmen befürwortet und mitgetragen. Konkret ist vorgesehen, zunächst eine Traghilfskonstruktion zu errichten, um das betroffene Stahlfachwerk zu sichern. Als nächster Schritt folgt die Absicherung des Brückentragwerks, damit dann die Verformung mittels hydraulischer Presse ausgeglichen bzw. rückgebogen werden kann. Die Fachwerksknoten werden sodann mit zusätzlichen Stahlbauteilen versteift, sodass das Brückentragwerk unter der laut dem Projekt vorgesehenen Volllast einwandfrei funktioniert. Ein Rückbau bereits ausgeführter Arbeiten ist laut dem nun definitiven Sanierungskonzept nicht erforderlich. Jetzt werden laut Hofer und Tröger alle Bemühungen darauf ausgerichtet, das Sanierungskonzept so schnell wie möglich umzusetzen. Die Errichtung der Hilfskonstruktion soll demnächst beginnen. 

Noch kein genauer Zeitrahmen

Einen genauen Zeitrahmen für die Sanierungsmaßnahmen könne man derzeit noch nicht abstecken. Das sei erst möglich, sobald die Verfügbarkeit des Materials, in erster Linie von Corten-Stahl gegeben ist. Vor allem Corten-Stahl sei aufgrund der derzeitigen geopolitischen Lage nicht jederzeit und überall zu bekommen. Die Bürgermeisterin und der Bauleiter hoffen sehr, „dass es gelingt, das vereinbarte Konzept so schnell wie möglich umzusetzen, damit die neue Brücke in den Sommermonaten für den Verkehr freigegeben werden kann.“ Die beteiligten Firmen und Techniker hatten sich zwar bemüht, die Bauzeit, die ursprünglich bis Juli 2026 angesetzt worden war, zu reduzieren, doch dieser zeitliche Vorsprung wurde durch das Auftreten der Verformung zunichte gemacht. Als die Vinschger Bahn wieder in Betrieb ging, waren die Arbeiten zum Glück bereits so weit gediehen, dass ein reibungsloser Zugverkehr garantiert werden konnte und weiterhin kann.

Einschränkungen und Einbußen

Der Shuttle-Dienst, der zu Beginn der Arbeiten eingeführt wurde, bleibt weiterhin aufrecht. Die Bürgermeisterin, der Bauleiter und alle Projekt-Beteiligten bedauern, dass die betroffene Laaser Bevölkerung aufgrund der Verzögerung der Arbeiten vorerst weiterhin mit Einschränkungen und Unannehmlichkeiten leben muss. Geschäfte und Betriebe im Umkreis der Brücken-Baustelle klagen über Einbußen. Die Bürgermeisterin versichert, „dass die Beteiligten alles daransetzen, um die Wiedereröffnung der Brücke, die beide Dorfhälften verbindet, so rasch wie möglich auf den Weg zu bringen.“

Josef Laner
Josef Laner

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