Bei der Ratssitzung im Josefshaus
Die Sitzung fand unter strenger Einhaltung der Corona-Sicherheitsmaßnahmen statt: Arnold Rieger präsentierte dabei das Josefshaus-Projekt.

Barrierefreiheit im Josefshaus und ein Ja zum Citybus 

Laaser Gemeinderat hat getagt: Umbaupläne für Josefshaus und Weiterführung Citybus-Dienst genehmigt. 

Publiziert in 38 / 2020 - Erschienen am 5. November 2020

LAAS - Bei der Sitzung des Laaser Gemeinderates am Oktober stand unter anderem die „Behindertengerechte Adaptierung des Josefshauses“ auf dem Programm. Gemeindereferent Arnold Rieger stellte das Projekt, das rund 700.000 Euro kosten soll, vor. Die vier Wohnungen im Gebäude, die teils privat und teils an die Bezirksgemeinschaft Vinschgau vermietet werden, müssen angepasst werden, um eine Barrierefreiheit zu gewährleisten und damit den Vorgaben des Landes gerecht zu werden. Hierfür müssten die Wohnungen beinahe komplett umgebaut werden. Wie aus dem Gemeinderat zu hören war, handle es sich um „eine gewaltige Summe“. Rieger betonte, dass es nötig sei, das Projekt in die Hand zu nehmen. Im Zuge der Umbauarbeiten entstehen unter anderem ein Lift, behindertengerechte Bäder, neue Türöffnungen und dergleichen. Die Finanzierung für das Projekt stehe jedoch noch nicht. „Es geht in erster Linie darum, das Konzept zu genehmigen und dann eine Finanzierung zu finden. Einen Zeitplan gibt es noch nicht und es wird nicht von heute auf morgen geschehen“, erklärte Bürgermeisterin Verena Tröger. Das Ziel sei es, sämtliche Wohnungen nach den Arbeiten an die öffentliche Hand bzw. die Bezirksgemeinschaft zu vermieten. Die Umbaupläne für das Josefshaus wurden vom Gemeinderat einstimmig genehmigt. 

Noch eine Chance für den Citybus-Dienst 

Auf der Tagesordnung stand auch die „Organisation des öffentlichen Personentransportdienstes im Gemeindegebiet von Laas für das Jahr 2021“. Konkret ging es um den Shuttlebus, der 2016 für Tanas eingerichtet wurde. Vor rund zwei Jahren wurde der Dienst auch auf Tschengls ausgeweitet. So bedient der „Citybus“ die Strecke Laas-Tschengls-Allitz-Tanas mit vier Fahrten täglich. Bürgermeisterin Tröger stellte die Zahlen vor. Die Auslastung sei in den vergangenen Jahren nicht optimal gewesen. Im Durchschnitt nutzten 2019 kaum zwei Personen (1,84) die Linie von und nach Tanas, bei den Tschengls-Fahrten habe es mit einem Durchschnitt von 1,2 Personen noch schlechter ausgesehen. Dennoch habe man dem Dienst für 2020 noch eine Chance gegeben. Aufgrund der Coronavirus-Krise verschlechterten sich die Zahlen jedoch weiterhin. „Wir haben keine aussagekräftigen Zahlen von 2020 und ich appelliere, dem Dienst nochmals eine Chance zu geben“, so Tröger. Mit 16 Jastimmen und einer Enthaltung wurde schließlich entschieden, den Dienst fortzuführen und unverzüglich auszuschreiben. 

Coronavirus allgegenwärtig

Bei der Gemeinderatssitzung wies Bürgermeisterin Tröger auch auf die zuletzt in Laas gestiegenen Coronavirus-Zahlen hin. Man müsse alles dafür tun, einen „lokalen Lockdown“ zu verhindern, betonte sie. Mit Stand der Gemeinderatssitzung gab es in Laas über 20 Infizierte. Rund 30 Personen befanden sich zu diesem Zeitpunkt in Quarantäne. Im Zuge der stets steigenden Zahlen wurde erwähnt, dass es sein könne, dass künftig die Sitzungen via Videokonferenz abgehalten werden müssten. Grundsätzlich wolle man aber, soweit möglich, in Präsenzform – mit Sicherheitsabständen und Maskenpflicht – weitermachen. Am 2. November, nur wenige Tage nach der Sitzung in Laas, wurden jedoch seitens der Landesregierung schärfere Maßnahmen bzw. ein „kleiner“ Lockdown für ganz Südtirol verhängt.  

Erlacher rückt nach

Ein Platz im Gemeinderat musste nachbesetzt werden. Der Tanaser Raimund Niederfriniger, der mit 346 Stimmen am drittmeisten Vorzugsstimmen auf der SVP-Liste erhalten hatte, war - wie berichtet - aus Enttäuschung aufgrund der Nicht-Berücksichtigung im Gemeindeausschuss zurückgetreten. Für ihn wäre somit Verena Eberhöfer nachgerückt. Diese habe ihr Mandat aus persönlichen Gründen jedoch nicht angenommen. Somit konnte Claudia Erlacher Gamper als Nächstgewählte der SVP-Liste nachrücken. 

Michael Andres
Michael Andres
Vinschger Sonderausgabe

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