Eines der Kreuze wurde im Zuge der Gedenkveranstaltung der Jungschützen im Soldatenfriedhof in Spondinig enthüllt.

Der Heimat letzte Kraft

Publiziert in 20 / 2015 - Erschienen am 28. Mai 2015
Spondinig/Trafoi - Nach der Kriegserklärung Italiens am 23. Mai 1915 war es den Standschützen zu verdanken, dass der Feind in den ersten Monaten die Landesgrenze nicht durchbrechen konnte. 100 Jahre später ehren der Bund der Tiroler Schützenkompanien, der Südtiroler und der Welschtiroler Schützenbund die Standschützen, indem sie 70 Stahlkreuze entlang der ehemaligen Frontlinie anbringen. Neun Kreuze wurden dem Schützenbezirk Vinschgau für die Ortlerfront übergeben. Das erste fand am 23. Mai seinen Standort am Soldatenfriedhof in Spondinig. Jungschützenbetreuerin Esther Tappeiner ließ es von ihren Schützlingen enthüllen. Dazu trugen diese selbst gestaltete Texte vor und lasen aus den Erinnerungen eines Langtauferer Schülers aus dem Jahre 1915. An den Gräbern entzündeten die Jungschützen Kerzen für die Gefallenen. Am Pfingstmontag begleiteten Schützen, Feuerwehren, Musikkapellen und eine Ehrenformation unter Bataillonskommandant Christian Eberhart das 2. Gedenkkreuz zusammen mit der Gnadenmutter von Trafoi zur Wallfahrtskirche an den „Drei Brunnen“. Pfarrer Florian Öttl segnete das Kreuz. Bezirksmajor Peter Kaserer erinnerte in eindringlichen Worten an das Elend, das der Krieg ins Land gebracht hatte. Nach der Ehrensalve zum „Andenken an die Gefallenen von Freund und Feind“ stellten vier Schützen aus dem Vinschgau und vier aus dem Bezirk Landeck das Kreuz in der Nähe der ehemaligen Kaiserjägerkaserne auf. s
Günther Schöpf
Günther Schöpf
Vinschger Sonderausgabe

Diese Seite verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Lesen Sie unsere Cookie-Richtlinien für weitere Informationen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.