Im Bild (v.l.): Landesrätin Maria Hochgruber Kuenzer, Minster Sergio Costa, der Direktor des Landesamtes für den Nationalpark, Hanspeter Gunsch, der Direktor des Verwaltungsamts für Landschaft und Raumentwicklung, Horand Maier, und Bürgermeister Georg Altstätter. - Foto: LPA

„Die Südtiroler Besonderheiten“

Publiziert in 27 / 2019 - Erschienen am 1. August 2019

Bormio/Vinschgau - Landesrätin Maria Hochgruber Kuenzer traf am 26. Juli in Bormio mit Umweltminister Sergio Costa zusammen sowie mit allen Vertretern, die im staatlichen Nationalpark-Komitee vertreten sind: Ugo Parolo (Lombardei), Mario Tonino (Trient), Guerino Benaglio (Lombardei), Angelo Dalpez (Trient), Isidoro Furlan (Ministerium), Angelo Schena (Vertreter der Umweltverbände) und Romano Stanchina (Trient). Costa erkundigte sich über die Vorbereitungen zur Genehmigung des Park-Reglements. Sein Ziel sei es, „diese Übergabe zur Zufriedenheit aller abzuschließen.“ Hochgruber Kuenzer verwies auf die Südtiroler Besonderheiten: Nur in Südtirol liegen mit Martell und Stilfs zwei Gemeinden zur Gänze im Parkgebiet, die anderen 9 Gemeinden immerhin zu einem beträchtlichen Teil. Das mache laut Hochgruber Kuenzer deutlich, „dass die im Nationalpark lebende Bevölkerung Möglichkeiten braucht, um sich entwickeln zu können.“ Das Augenmerk sei auf geschlossene Höfe, touristische Angebote, Freizeit und Aktivitäten von Erholungssuchenden zu richten. „Die Parkbewohner sollen stolz sein können auf ihren Lebensraum. Dann können sie die Qualität des Schutzgebietes auch als besonderen Wert nutzen und pflegen“, so die Landesrätin. Auch die Vertreter aus dem Trentino und der Lombardei sprachen sich für Entwicklungsmöglichkeiten für die Bevölkerung bei der Ausarbeitung des Reglements aus. „Südtirol, das Trentino und die Lombardei sollen den Nationalpark so einrichten, dass jeder damit gut leben kann,“ sagte Costa. Allerdings sei klar, dass Südtirol und das Trentino aufgrund ihrer Autonomie andere Voraussetzungen haben: sie können sie den Bürgermeistern in vereinfachten Verfahren Kompetenzen übertragen. Die Nationalpark-Vertreter einigten sich darauf, dass das neue Reglement des Nationalparks 2020 genehmigt werden soll. Diesem Zeitplan stimmten alle zu, auch der Marteller Bürgermeister Georg Altstätter. Altstätter fungiert im neu eingesetzten staatlichen Nationalpark-Komitee als Sprecher der Südtiroler Nationalpark-Gemeinden. Landesrätin Hochgruber Kuenzer ist ab nun ständiges Mitglied des Komitees.

Redaktion
Vinschger Sonderausgabe

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