Egon Eberhöfer, Georg Altstätter und Vize-Rettungsstellenleiter Tobias Fleischmann überreichen je einen Klettergurt an die Anwärter Philipp Walder, Lisa Ratschiller, Philipp Oberhammer, Patrick Tumler, Stefan Fleischmann, Elias Eberhöfer und René Holzknecht (v.l.)
Egon Eberhöfer wird von Bürgermeister Georg Altstätter und Hansi Mahlknecht geehrt (v.l.).
Lawinenübung in schwierigem Gelände.

Die wichtigsten Ziele wurden erreicht

In der kleinen Gemeinde Martell sind 2 Bergrettungsdienste aktiv. Ihre Zusammenarbeit ist landesweit vorbildhaft.

Publiziert in 9 / 2018 - Erschienen am 13. März 2018

Martell Dorf -  Selbst Rettungsstellenleiter Egon Eberhöfer und sein Ausschuss waren überrascht. „So viel Leute haben wir jetzt nicht erwartet.“ Im kleinen Saal des Bürgerhauses wirkten 32 rot-blau gekleidete Bergretterinnen und Retter und 7 Anwärter aneinandergereiht als mächtige Truppe. Diesen Eindruck hatten dann auch die Ehrengäste. Bürgermeister Georg Altstätter, dem ausdrücklich für die Wertschätzung des BRD und die finanzielle Förderung gedankt wurde, dankte seinerseits als Zuständiger für den Zivilschutz und erklärte: „Ihr seid ein Rückhalt für die Gemeinde. Wir können froh sein, hinter uns eine gut funktionierende Feuerwehr und eine kompetente Bergrettung zu wissen.“ Daher seien die Beiträge der öffentlichen Hand sehr gut investiert. Als „immens“ bezeichnete er die Leistung des BRD bei der Organisation der internationalen Veranstaltung „Marmotta Trophy“ für Skibergsteiger. Als Verantwortlicher der Carabinieri-Station lobte auch Reinhard Kuppelwieser die Effizienz der Bergretter, bot sich als Ansprechpartner an und hoffte auf weitere Zusammenarbeit „mit Hausverstand und gutem Willen“. Gottfried Ratschiller, Leiter der seit 1954 in Martell bestehenden Abteilung des „Corpo Nazionale Soccorso Alpino ed Speleologico“ (C.N.S.A.S.), betonte die inzwischen hervorragend funktionierende Zusammenarbeit: „Jetzt machen wir auch die Übungen gemeinsam. Wir wissen jetzt, was jeder kann und dass sich jeder auf den anderen verlassen darf.“ Durch die Zusammenarbeit mit Egon Eberhöfer, dem einstigen Sektionsleiter des Weißen Kreuzes in Schlanders, profitiere auch seine Gruppe. BRD-Bezirksvertreter Hansi Mahlknecht war auch überrascht, dass Eberhöfer seine Truppe als „kleinen Verein“ bezeichnet hatte. Einmal mehr wurde der Begriff Zusammenarbeit bemüht. Er wisse nicht, dass es andernorts im Land eine derart vorbildliche Zusammenarbeit zwischen BRD und CNSAS gäbe. Ein erster Höhepunkt der Jahresversammlung war die Ehrung von Egon Eberhöfer seit 1993 beim BRD. Er erhielt eine Urkunde und das Abzeichen in Silber durch den Landesverband. Es folgte die Übergabe der Einsatzbekleidung und wichtiger Ausrüstungsgegenstände an die 7 Anwärter. Ermöglicht wurde der Ankauf von Lawinensonden, Erste-Hilfe-Sets und Klettergurt durch Beiträge der Gemeinde, des Landesverbandes und der Raiffeisenkasse Latsch - Martell. Zusammenfassend konnte Eberhöfer feststellen, dass die im Jahr 2017 definierten Ziele wie verstärkte Zusammenarbeit mit dem CNSAS in den Bereichen Ausbildung, Materialkäufen, bei der Aufteilung der Einsatzannahme und bei der Nachwuchsförderung erreicht worden seien.

Günther Schöpf
Günther Schöpf
Vinschger Sonderausgabe

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