„ES“ zum Zweiten
Publiziert in 1 / 2004 - Erschienen am 14. Januar 2004
Als Sohn eines Dorfschullehrers wurde Karl Schönherr am 24. Februar 1867 in Axams (Tirol) geboren. Seine Jugend verbrachte er in Schlanders, bis der Vater starb.
Schon als Student veröffentlichte Schönherr mundartliche Gedichte und Geschichten aus den Tiroler Alpen. Mit "Sonnwendtag" begann 1902 seine Zusammenarbeit mit dem Wiener Burgtheater, das die Haupt-aufführungsstätte für Schönherrs Dramen wurde. Die Bauernkomödie "Erde" leitete seine produktivste Phase ein, in der auch "Der Weibsteufel" entstanden ist, sein erfolgreichstes Stück.
In Schlanders kommt das Drama „ES“ zur Aufführug. Es handelt von einem Arzt, der an einer tödlichen Erbkrankheit leidet. Die Frau ist schwanger, trägt in sich, was er bekämpft. Zwei Menschen zerstören ihre Ehe durch vom Verstand auferlegte Begrenzungen, scheitern am Versuch, einer mächtigeren Natur habhaft werden zu wollen.
Ludwig Fabi