Brachte schon Wissen mit auf den Weg: Lukas de March aus Mals.

Hoffnung für den Neuntöter

Publiziert in 19 / 2013 - Erschienen am 23. Mai 2013
Mals - Für die zwölf Teilnehmer der von Udo Thoma geführten und von Joachim Winkler organisierten vogelkundlichen Exkursion am 11. Mai barg die Kulturlandschaft Hoache ein kleines Wunder nach dem anderen. Sogar 41 kleine Wunder, um genau zu sein. Denn so viele verschiedene Vogelarten konnten während der Wanderung entlang des Oberwaalweges und des Matscherweges gehört oder gesehen werden. Für den Ornithologen Udo Thoma aus Prad liegt die Besonderheit in der Vielzahl der beobachteten Arten. Neben oft gesehenen Arten wie Amsel, Star, Kohl- und Tannenmeise sowie Ringel- und Türkentaube hörten die Teilnehmer mehrere Waldlaubsänger am Oberwaalweg und beobachteten den selten zu beobachtenden Schwarzspecht singend und trommelnd in der Nähe des Schießstandes. Der Stieglitz wurde beim Nestbau beobachtet. Mehrere Neuntöter-Männchen konnten ebenfalls gesehen werden. Diese Art wurde in intensiven Obstbaugebieten bereits ausgerottet. Dasselbe Schicksal kann den Neuntöter bei einer weiteren Zunahme der Apfel- und Kirschanlagen im Bereich der Kulturlandschaft Hoache ereilen. Daher müssen neue Anlagen mit besonderer Rücksichtnahme errichtet werden, sind sich Thoma und Winkler einig. Diese Wanderung war eine von vielen Veranstaltungen im ­Rahmen des Interreg-IV-Projektes „Diversicoltura - Biodiversität in der Kulturlandschaft“, woran die Gemeinden Mals, Taufers und Müstair beteiligt sind. red
Redaktion
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