Die Mitglieder des „Neuner Bau“ Samuel Lutz Pfeifer, Josua Zwick, Markus Lamprecht, Leon Reinstadler, Davide Madia und Klaus Rechenmacher am Modell des „Offenen Klassenzimmers“ (von links).

„Ich bin stolz auf euch“

Publiziert in 6 / 2015 - Erschienen am 18. Februar 2015
Schulprojekt „Das offene Klassenzimmer“ an der LBS vorgestellt Schlanders - Andreas Bouranis Weltmeisterschaftslied „Auf uns“ bildete den klingenden Hintergrund der Projektvorstellung. Nicht irgendeines Projektes, sondern eines besonders innovativen. Wobei das Innovative in der Idee, in der Zahl der beteiligten Schüler, in der Praxisnähe, in der Fächerverbindung und im Freiheits-Motto „imagine to be free“ liegt. Neun Schüler der 3. Klasse Berufsfachschule für Bautechnik verdankten ihrer Lehrerin Barbara Santer, erstens Ideen haben zu dürfen, zweitens sie auch umsetzen zu können. Die Neun gründeten den „Neuner Bau“ und wollten etwas Bleibendes schaffen. Der Schulgarten sollte zum Tatort und das theoretische Fach Bauzeichnen zum Tummelplatz der Ideen werden. Es entstand der Entwurf für „Das offene Klassenzimmer“. Als Bauwerk sollte es von allen Seiten zugänglich sein und den Fachrichtungen entsprechend Mauer-, Holz- und Metallelemente einbeziehen. Nicht ganz unbeeinflusst von der künstlerischen Vorbildung der Lehrerin Santer wurde eine Brücke zur Fachschule für Steinbearbeitung nach Laas geschlagen. Der Gedanke dahinter: Ins offene Klassenzimmer sollte Leben einziehen, genauer das Lebenselement Wasser. Irgendwann wurde das Bauprojekt „Skulptur“ genannt. Damit waren die Schüler der Fachschule für Steinbearbeitung naturgemäß einbezogen. Aus der Neuner-Gruppe war plötzlich eine 19er-Gruppe geworden und Bouranis Liedtext „Ein Hoch auf das, was uns vereint“ bekam Sinn. Während Toni Stocker, Leon Reinstadler, Samuel Lutz Pfeifer, Jürgen Fierer, Markus Lamprecht, Josua Zwick, Davide Madia, Klaus Rechenmacher und Martin Wild planten, skizzierten, berechneten und entwarfen, schufen in Laas Arlinda Neziri, Rafaela Serafino, Sandra Mair, Philipp Brighenti, Hannes Platzer, Erik Martin Binninger, Marie Sophie Lamprecht, Kerstin Migliorini, ­Tabea Beilfuß, Gabriel Wellenzohn und Lorena Daniele erste Brunnenmodelle und tüftelten über Materialien, Formen und Symbole. Der Entscheidungsprozess, welcher Marmorbrunnen dann wirklich im offenen Klassenzimmer stehen soll, ist erst anzuregen. Vizebürgermeisterin Monika Holzner Wunderer und als Vertreter der Baukommission Kurt ­Schönthaler erlebten die Schüler bei der Vorstellung auch noch als findige Kommunikatoren. So hatten die Bautechniker ihre Baugenehmigung als Staffellauf vom Gemeindebauamt zur Schule getragen und das Ganze als Videosequenz festgehalten. Die Steinbearbeiter „vermenschlichten“ ihre Marmorfiguren zu einem kecken „Daumenkino“. Über alles ließ Vizedirektorin Inge Pinzger die erkrankte Lehrerin Barbara Santer mittels „Smartphone“ teilhaben. Direktorin Virginia Tanzer konnte nur mehr tief bewegt feststellen: „Ich bin einfach stolz auf euch“. s
Günther Schöpf
Günther Schöpf
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