Die Familie Abertegger mit Luis Walcher, Martin Pazeller, Annemarie Kaser, Bertram Stecher, Almmeister Hans Waldner und weiteren Personen auf der Schleiser Alm.
Auf der Laatscher Alm (v.l.): Martin Pazeller, Luis Walcher, Almmeister Albert Hutter, Annemarie Kaser, Senn Josef Ladurner und Bertram Stecher.
Bei der Käseherstellung auf der Schleiser Alm (v.l.): Senn Josef Abertegger, Landesrat Luis Walcher und Bertram Stecher.
Im Weidemelkstand auf der Laatscher Alm (v.l.): Landesrat Luis Walcher und Almmeister Albert Hutter

Lebendig, aktiv, vielfältig 

Landwirtschaftslandesrat Luis Walcher besucht Laatscher und Schleiser Alm

Publiziert in 15 / 2025 - Erschienen am 26. August 2025

Mals - Im Vinschgau gibt es 25 Gemeinschafts-Milchviehalmen, die mit großem Einsatz gepflegt und in den vergangenen Jahren laufend modernisiert wurden, etwa mit Investitionen in Käsereien und Melksysteme. „Bei meinem Besuch auf der Laatscher Alm mit ihrem Weidemelkstall und ihrer Milchleitung und auf Schleiser Alm konnte ich mir selbst ein Bild davon machen, wie viel Arbeit, Leidenschaft und Wissen hinter unserer traditionellen Almwirtschaft stecken“, sagt Landwirtschaftslandesrat Luis Walcher. Neben dem Direktor der Abteilung Landwirtschaft, Martin Pazeller, waren auch die Direktorin des Sennereiverbandes Südtirol, Annemarie Kaser, und Bertram Stecher dabei, der im Sennereiverband für die Beratung der Almen und Hofkäsereien zuständig und im Auftrag des Landes tätig ist.

Zeitgemäße Strukturen

Südtirol zeichnet sich laut Luis Walcher durch eine lebendige, aktive und vielfältige Almbewirtschaftung aus: „Die Almwirtschaft ist weitgehend das Spiegelbild der Entwicklung der viehhaltenden Berglandwirtschaft in der darunter liegenden Bewirtschaftungszone. Die Almgebäude und Strukturen einschließlich Verarbeitungsräume befinden sich grundsätzlich in gutem bis sehr gutem Zustand. Auch dank der öffentlichen Finanzierungen und Anstrengungen in den vergangenen 30 Jahren, etwa durch Leader-Programme, ist eine rege Investitionstätigkeit erfolgt, etwa durch Einrichtungen von Käsereien und Anschaffungen von Melksystemen. Einer der wichtigsten Akteure zum Wohle der Vinschger Milchviehalmen in den vergangenen 30 Jahren war Markus Joos, langjähriger Leiter des Bezirksamtes für Landwirtschaft und stellvertretender Direktor der Landesabteilung, anfänglich als Leader-Verantwortlicher für die Milchviehalmen und anschließend im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Vinschger Milchviehalmen. Einen wichtigen Beitrag leistet die Landwirtschaftsschule Fürstenburg mit den Almsennerkursen und der jährlichen Almkäseverkostung.

Almbewirtschaftung in Zahlen

Im Vinschgau sind im vergangenen Jahr auf den Almen zwischen Schnals und Graun 1.354 Kühe gealpt worden, das sind im Durchschnitt 54 Kühe pro Alm, sowie 180 Milchziegen auf zwei Almen. Die Auftriebszahlen in den vergangenen 30 Jahren bei den Milchkühen sind konstant. Zusätzlich wurden 380 Alpschweine für die Molkeverwertung gezählt, das sind durchschnittlich 17 pro Alm. Neben dem ursprünglichen lokalen Älpler sind zunehmend auch Personen von außerhalb der Landwirtschaft und teilweise auch von außerhalb Südtirols auf den Almen tätig, darunter viele junge, meist hochmotivierte Personen. 70 Personen sind auf den Kuh-Almen im Vinschgau beschäftigt, davon circa 38 Prozent Frauen, bei den Sennen macht dieser Anteil 50 Prozent aus. Landesweit gibt es rund 150 saisonale Arbeitskräfte auf den Milchviehalmen. Die Gesamtproduktion der Vinschgauer Almen betrug im vergangenen Jahr 140.000 Kilogramm Almkäse und 15.000 Kilogramm Almbutter. Seit einigen Jahren ist eine erhöhte Nachfrage nach Alm-Rohrahmbutter feststellbar, insbesondere von Einheimischen. 

Landespresseamt

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