Der Applaus war ihnen sicher.
Besucher/innen wurden aufgeklärt.
Musikantinnen und Musikanten zeigten auch ihre Gesangskünste.
Donald Trump zu Gast.
Helene Fischer rockte den Saal.
Die Nachrichtenshow blickte hinter die Naturnser Kulissen.

Musikkapelle macht Theater 

Naturnser Sommernachtskonzert als spritzige Nachrichtenshow voller Satire, Stars und Lokalanspielungen.

Publiziert in 16 / 2025 - Erschienen am 9. September 2025

Naturns - Das Sommernachtskonzert der Musikkapelle Naturns ist bereits seit Jahren mehr als nur ein einfaches Konzert: Vielmehr hat es sich neben der musikalischen Unterhaltung zu einem Theaterstück entwickelt, das zu begeistern weiß. Musikantinnen und Musikanten präsentierten ihr schauspielerisches Talent auf der Bühne: Unverblümt wurde dabei im Rahmen der Nachrichtensendung „Naturns HEUTE“ mit mehreren selbst produzierten Beiträgen aus Naturns berichtet. Investigativ, unabhängig und der Wahrheit verpflichtet. 

Flughafen, Hotelpläne und Co.

So wurden die zahlreichen Besucherinnen und Besucher im voll besetzten Rathaussaal über den neuen Flughafen „Naturns International“ informiert. Die Hauptstraße wurde hierfür sinnvollerweise als Landebahn für Passagierflugzeuge eingeplant. Der Airport Bozen musste daraufhin schließen. Ein erster prominenter Gast kam mit dem US-Präsidenten Donald Trump an, stark gespielt von Simon Holzer. Das Moderatorenduo Horst Heinrich Tschurtschenthaler (Daniel Götsch) und Brennpunktbabsi Unterguggenberger (Judith Leiter)konnte ihn im Studio begrüßen.
Trump zeigte sich begeistert von Naturns und seinen politisch Verantwortlichen, da er die Berge mit riesigen Mauern verwechselte. Mit dem Flughafen konnte sich Naturns noch weiter für internationale Gäste öffnen. Gut, dass im Rahmen des Gemeindeentwicklungskonzepts 2030+ ein Fokus auf die Tourismusentwicklung gelegt wurde. So wurden die Zuseher/innen von „Naturns HEUTE“ auch über den Plan informiert, Hotelanlagen auf den Obstfeldern zu errichten. „Betten statt Äpfel“, laute das Motto. Demnach sollen rund 12.000 neue Gästebetten in Naturns entstehen. 

Stars und schräge Ideen auf der Bühne

Gerockt wurde im Rahmen der Show von Helene Fischer. Die deutsche Schlagersängerin alias Madleen Wenter brachte dabei den Rathaussaal zum Beben. Weitere wichtige Themen, die geschickt aufbereitet wurden, waren die Idee, mit Thermalwasser den Naturnser Kreisverkehr zu füllen. Noch unfreiwillig werde derweil im Probelokal der Naturnser Musikkapelle gebadet. „Land unter“ heißt es hier. Gedacht wurde beim Sommernachtskonzert auch an Seppl und Thresl, die nicht selbst anwesend sein konnten. „Sie protestieren seit mehreren Tagen am Recyclinghof, um auf die Missstände aufmerksam zu machen“, informierte das Moderatorenduo. Im Sport ging es schließlich um das Projekt „Jump 2030+“. Künstlicher Intelligenz (KI) sei Dank, dass die Daten der Sportgeräte direkt ins Naturnser Rathaus geschickt werden, wo der Bürgermeister darüber entscheiden kann, ob sich die finanziellen Beiträge lohnen. Im abschließenden Wetterbericht regnete es schließlich Männer. 

Viele wussten zu begeistern

Gekonnt, unterhaltsam und stets für Lacher gut präsentierte die Musikkapelle Naturns ihr Sommernachtskonzert. Neben dem Moderatorenduo um Daniel Götsch (auch Lokalreporter, Wetterfrosch und Gesangssolist) und Judith Leiter (auch Gemeindeärztin Dr. Anastasia Kuznetsova) sowie den ebenfalls bereits genannten Simon Holzer (als Donald Trump und „Fäaschtbänkler-Frontmann“) und Madleen Wenter als Helene Fischer waren folgende weitere Protagonisten vor und hinter der Kulisse aktiv: Roman Tumler und Kathrin Schwembacher als Klaus-Dieter und Wiebke Schmidt; Nadine Laganda als Kamerafrau, Groupie und weltoffene Naturnserin; Gregor Abler als „Fäaschtbänkler-Klarinette“ und Hohe Geistlichkeit sowie seine Ensemblekollegen Sebastian Gander, Maximilian Hanny, Leon Wenter und Max Ausserer. Weiters mit dabei waren Katharina Egger und Vanessa Schwienbacher als Tänzerinnen sowie Paul Huber und Evi Platzgummer als Sportler. Als Gesangssolistinnen begeisterten Annalena Götsch, Miriam Tumler und Sybille Kofler. Als Kopf hinter dem Projekt, Regisseur, Lichttechniker und Filmeditor fungierte Fabian Fleischmann. Für die Technik zeichneten Theo Mair, Christoph Unterholzner und Helmuth Zischg verantwortlich.

Michael Andres
Michael Andres

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