Im Rathaus in Mals herrscht Personalnot.

Personalnot im Rathaus

Unterirdische 220 Kilovolt-Leitung: Was kommt auf die Grundeigentümer zu? 

Publiziert in 42 / 2019 - Erschienen am 3. Dezember 2019

Mals - Viele öffentliche Verwaltungen leiden unter Personalnot. Auch die Gemeinde Mals. „In der Buchhaltung ist die Situation dramatisch. Wir haben zwar Stellen ausgeschrieben, aber niemand meldet sich“, sagte die Generalsekretärin Monika Platzgummer Spiess bei der Ratssitzung am 28. November. Insgesamt fehlen derzeit 3 volle Arbeitskräfte. Und wenn sich Akademiker melden, möchten diese in der 8. Funktionsebene angestellt werden. Einstimmig sprach sich der Gemeinderat dafür aus, eine zusätzliche Stelle der 8. Funktionsebene vorzusehen, auch im Lichte der geplanten übergemeindlichen Zusammenarbeit.

Unterstützung für Jugenddienst

Der Jugenddienst Obervinschgau wird von der Gemeinde Mals für weitere 5 Jahre unterstützt. Der Gemeinderat stimmte der entsprechenden Vereinbarung einhellig zu. Demnach fließen dem Jugenddienst jährlich 4,28 Euro pro Einwohner zu. Die Gemeindereferentin Marion Januth bescheinigte dem Jugenddienst Obervinschgau, eine kompetente, wertvolle und vielseitige Jugendarbeit zu leisten. Dem Haushaltsvoranschlag stimmte der Rat ohne Diskussion zu, ebenso dem einheitlichen Strategieprogramm. Genehmigt wurde auch die überarbeitete Betriebsordnung für den neuen Recyclinghof in Tartsch in Bezug auf die Abgabe von Wertstoffen und gefährlichen Abfällen.

„Malser Haide ist nicht die Poebene“

Gerold Frank brachte den Bau der unterirdischen Hochspannungsleitung zur Sprache, mit welcher der italienische Stromnetzbetreiber Terna Nauders mit dem Netzknoten in Glurns verbinden wird. Wie der Vizebürgermeister Josef Thurner informierte, wird die Terna alle Grundeigentümer anschreiben. Es werde ein deutschsprachiger Techniker für Auskünfte und Erklärungen vor Ort zur Verfügung stehen. Ähnlich wie in Graun soll eine Art „Baubüro“ eingerichtet werden, wobei auch eine ortskundige Fachkraft beigezogen wird. Grundsätzlich sei es die Terna, „die für alles verantwortlich ist.“ Abzuwarten bleibe, wie man bei den Grabungen mit den besonderen Begebenheiten zurechtkommen werde, etwa mit den Waalen und Beregnungsnetzen. „Es ist nicht dasselbe, ob irgendwo in der Poebene eine Leitung verlegt wird, oder auf der Malser Haide“, so Thurner.

Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

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