Eine Kaffeepause fördert den sozialen Austausch und kann außerdem zu einer Leistungssteigerung führen.

Südtirol ist ein Kaffeeland

Publiziert in 25 / 2014 - Erschienen am 9. Juli 2014
Erstaunliche Ergebnisse einer Umfrage des Schreibmaschinenmuseums. Partschins - Im Vorjahr stand das Schreibmaschinenmuseum in Partschins im Zeichen des ­Kaffees. Mit einer Sonderausstellung historischer Kaffeemaschinen aus der Sammlung der Kaffeerösterei Schreyögg wurde nicht nur die Geschichte des Kaffees und der Kaffeemaschinen näher beleuchtet, sondern die Rolle das Kaffees und des Kaffeetrinkens im Büro, bzw. bei der Arbeit hinterfragt. Neben historischen Aspekten rund um das Kaffeetrinken, etwa in der Arbeitswelt, wurde gleichzeitig auch die jetzige Situation in Südtirol untersucht. Anhand einer landesweiten Umfrage, die an über 400 Betriebe zugesandt wurde, und an der man auch mit einem Online-Fragebogen teilnehmen konnte, versuchte das Team des Schreibmaschinenmuseums, dem Thema Kaffeetrinken bzw. Kaffeepause auf den Grund zu gehen. Die Ergebnisse der Umfrage, die bis Mai 2014 verlängert wurde und an der sich 76 Betriebe beteiligten, liegen nun vor und zeichnen ein ganz klares Bild, wonach Kaffee einen fixen Platz einnimmt: sei es innerhalb der Betriebe selbst, als auch beim Gang in eine Bar: während der „Kaffeepause“ wird in Südtirol gerne Kaffee getrunken, und davon – auch dies ein Ergebnis der Umfrage – profitiert ganz klar der Betrieb selbst, denn Kaffee schmeckt nicht nur, sondern hat zudem einen sozialen und ­einen wirtschaftlichen Auftrag; die Kaffeepause fördert den sozialen Austausch unter den Bediensteten, was zu einem positiven Betriebsklima führt, und Kaffee trägt durch die konzentrationsfördernde Wirkung des Coffeins außerdem zu einer Leistungssteigerung bei, die dem Betrieb direkt zugute kommt. Die Teilnehmer an der Umfrage erhalten nun von Postboten eine Packung Kaffee, zur Verfügung gestellt von der Kaffeerösterei Schreyögg in Rabland. Umfrage-Details zur Kaffeepause Über 50% der an der Umfrage teilnehmenden Personen gaben an, mehrmals am Tag eine Kaffeepause zu machen, was sicher auch damit zusammenhängt, dass diese großteils (75% ) meist innerhalb des Betriebes, in der eigenen „Kaffeeküche“ bzw. vor einem Kaffeeautomaten eingenommen wird. An die 25% ziehen den Weg in eine Bar vor, und dies vor allem um frische Luft zu schnappen (76%) und in kleinerem Ausmaß (24%), um zum Kaffee auch rauchen zu können. 6,5% gaben an, nie eine Kaffeepause zu machen. Über 50% der Befragten gaben an, dass alle im Betrieb Angestellten eine Kaffeepause machen, 37% gaben an, dass über die Hälfte der Beschäftigten die Pause nutzen. In 63% der Betriebe hat die Kaffeepause eine offizielle Regelung mit einer Zeitangabe von bis zu 15 Minuten. Weniger als ein Viertel der Befragten gab an, dass die Zeiteinhaltung auch kontrolliert wurde. Mit dem Übertreten der Zeit scheint ein Großteil der Arbeitgeber großzügig zu sein, denn nur 13% ahnden einen Missbrauch mit Disziplinarmaßnahmen. Kaffee scheint sehr beliebt zu sein, denn ein Großteil der Befragten (88,5%) trinkt während der Kaffeepause Kaffee, nur ein kleiner Teil Tee (2,5%) oder ein anderes Getränk (8%). Wer Kaffee trinkt, tut dies vor allem weil er schmeckt (43%). Sehr geschätzt (24%) wird auch die für die Arbeit anregende Wirkung. Für einen Großteil der Befragten (70%) erfüllt die Kaffeepause, vor allem im Betrieb, die Aufgabe eines sozialen Treffpunkts, was sich positiv auf das Betriebsklima auswirkt. Über ein Viertel der Befragten gab an, gerne mit den Arbeitskollegen in die Bar zu gehen, ca. 16% machen dies mit dem Vorgesetzten, und 10% ziehen es vor, mit einer anderen Person oder auch alleine ins Freie zu gehen. Gesprochen wird in der Kaffeepause fast gleichermaßen über Privates (ca. 58%) und Beruf­liches (ca. 42%), wobei das Private oft überwiegt. Die größte Gruppe der teilnehmenden Betriebe (fast 40%) sind kleinere Betriebe mit 11 bis 50 Angestellten, gefolgt von „mittleren“ Betrieben mit 51 bis 150 Bediensteten (24%), Kleinstbetrieben (1 bis 10 Angestellte, 22%) und ca. 5% an größeren Betrieben (151 bis 500 Angestellte) und 8% an Großbetrieben (über 500 Angestellte). Fazit Fazit der Umfrage: Von der Kaffee­pause seiner Angestellten - die ein Großteil nutzt und meist innerhalb des Betriebes selbst genießt - profitiert nicht zuletzt der Unternehmer selbst, denn Kaffee schmeckt hierzulande nicht nur, sondern er wirkt sich in doppelter Hinsicht positiv auf die Leistung eines Angestellten aus: sei es durch die konzentrationsfördernde Wirkung des Coffeins, als auch durch den sozialen Austausch unter den Bediensteten, der zu einem ­positiven Betriebsklima führt. red
Redaktion

Diese Seite verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Lesen Sie unsere Cookie-Richtlinien für weitere Informationen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.