Tempo 30 in Prad und Agums
Prad/Agums/Glurns - Schon seit Jahren setzt die Gemeindeverwaltung von Prad kleinere Maßnahmen, um die Verkehrsbelastungen in den Dörfern einzuschränken und damit vor allem die Sicherheit der Menschen zu erhöhen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind. Vor wenigen Wochen wurden in Prad und Agums Hinweis-
schilder angebracht, die auf die neue, erweiterte und zusammenhängende Tempo-30-Zone hinweisen. Für die Verkehrsteilnehmer, die von Spondinig kommen, gilt die Höchstgeschwindigkeit von
30 km/h ab dem Bereich der Tankstelle und für jene, die von der Gemeinde Stilfs kommend nach Prad wollen, ab der ehemaligen Diskothek „Ladum“. Um die Tempo-30-Zone ausweisen bzw. erweitern zu können, hatte die Gemeindeverwaltung bereits in der Vergangenheit bauliche Maßnahmen gesetzt. So wurden etwa in der „Schmelz“ und entlang des Straßenabschnittes ab der Dorfmitte in Richtung Spondinig Fahrbahnteiler errichtet. Die Straßenräume wurden zum Teil angepasst. Ohne diese Maßnahmen wäre die Erweiterung der Tempo-30-Zone laut Bürgermeister Rafael Alber überhaupt nicht möglich gewesen. Auch über ein halbes Dutzend neuer Übergänge für Fußgänger sei geschaffen worden. Eine Entflechtung bzw. bessere Gestaltung der Verkehrssituation im Altdorf kam hinzu. Das große Problem für Prad und Agums bleibt laut Rafael Alber trotz aller Bemühungen und Maßnahmen seitens der Gemeinde der Durchzugsverkehr entlang der Passstraße auf das Stilfserjoch. Zumal es sich um eine Staatsstraße handelt, bleibe der Spielraum seitens der Gemeinde und auch seitens des Landes entsprechend eingeschränkt. Nicht glücklich sei die Bevölkerung von Prad und Agums auch darüber, dass das Verkehrsaufkommen infolge der unlängst verfügten Sperre der Stadt Glurns für den Durchzugsverkehr teilweise zugenommen hat. Zusätzlich zum Schwerverkehr fließt nun auch ein Teil des von Taufers im Münstertal bzw. von der Schweiz kommenden Leichtverkehrs über Agums und Prad. Ein weiterer Teil weicht über Laatsch aus. Die Sperre der Stadt Glurns gilt bis zum 31. August. Für die Belastungen, unter denen die Bevölkerung der Glurnser Innenstadt während der Sommermonate infolge des Durchzugsverkehrs leidet, habe er zwar volles Verständnis, doch die Art, wie hier vorgegangen wurde, kritisiert der Prader Bürgermeister: „Ein Zeichen gut nachbarschaftlicher Abstimmungen bzw. Absprachen war dieser Alleingang sicher nicht.“