Die Knalle des US-Präsidenten
Ein neues Jahr hat begonnen. Und das mit einigen Knallen. Damit sind nicht die unverbesserlichen Feuerwerksfans gemeint, die rund um die Silvestertage Mensch, Tier und Umwelt mit nicht mehr zeitgemäßer Knallerei belasten, sondern die politische Weltlage. Gerade mal ein Jahr ist US-Präsident Donald Trump im Amt. Verfolgt man sein Gebaren, fällt auf, dass so gut wie kein Tag vergeht, an dem einer der wohl leider mächtigsten Männer der Welt nicht ins Fettnäpfchen tritt. Leider ist das alles keine Satire, hinter Trump und seinen Anhängern steckt bitterer Ernst. Das hat er zuletzt mehrfach unter Beweis gestellt. Mit dem Angriff auf Venezuela und der Festnahme des Präsidenten Nicolás Maduro erschütterte Trump die Weltpolitik, mit seinen Annexionsfantasien hinsichtlich Grönlands legte er nach. In seiner zweiten Amtszeit präsentiert er sich unverblümt imperialistisch, entmachtet in den USA demokratische Institutionen, tritt aus internationalen Organisationen aus, will den Weltklimarat verlassen und scheint nicht zu bremsen. Mitarbeiter seiner Einwanderungsbehörde schießen auf Mütter, während Trump Sozialleistungen blockiert. Er scheint sie heraufzubeschwören, die Unruhen im eigenen Land. Um dann mit Härte zu regieren. Der Spruch „Wenn Dummheit regiert“ scheint hier zuzutreffen. Macht macht Trump gefährlich. Allein sein Alter scheint Grund zur Hoffnung zu geben.
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