Extrem
Wird der Normal- oder Mittelwert von irgendetwas überschritten, spricht man von Extremen. Heiße Sommer gab es schon viele, der heurige geht wegen der außergewöhnlichen Hitzewellen als Extremsommer in die Geschichte ein. Extrem werden zunehmend auch andere Wetterereignisse. Man denke etwa an Starkregen, Dürren, Stürme, Gletscherbrüche oder Felsstürze. Zu verdanken haben wir derartige Extreme nicht dem Zufall, sondern zum Großteil uns selbst, denn die vom Menschen weltweit verursachten CO2-Emissionen sind nach wie vor extrem. Extrem schnell schreitet auch die Entwicklung der Roboter voran. Erst kürzlich hat ein „mechanischer Mensch“ aus China den Weltrekord von Usain Bolt, dem schnellsten Menschen der Welt, unterboten. Noch schnellere und vermutlich extreme Veränderungen wird uns auch die Künstliche Intelligenz beschweren. Wenn kürzlich sogar Bill Gates davor gewarnt hat, dass die Welt nicht auf KI vorbereitet sei, so spricht das Bände. Gates sprach zwar von gewaltigen Chanchen, verwies aber auch auf große Risiken. Extreme bringen in der Regel nie etwas Gutes. Auch nicht in der Politik und im menschlichen Zusammenleben insgesamt. Was er konkret bringen wird, bleibt zwar abzuwarten, aber begrüßenswert ist er allemal, der vom Landtag kürzlich mehrheitlich genehmigte Beschlussantrag, der da lautet: „Nein zu Rechtsextremismus, Neonazis und Wiederbetätigung von Faschismus. Gegen jegliche Extremismen“.
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