Hinter der „Claudia de’ Medici“, die auf der Einladung zum Sommergespräch zu sehen ist (im Bild), verbirgt sich in Wahrheit die Studentin Caterina Laruccia.

„Claudia de’ Medici – Heldin ihrer Zeit“

Publiziert in 13 / 2022 - Erschienen am 19. Juli 2022

Vinschgau/Bozen - Dass das Oberschulzentrum in Mals ihren Namen trägt, kommt nicht von ungefähr. Auch im Vinschgau hat Claudia de’ Medici, geboren 1604 und gestorben 1648, Spuren hinterlassen. Als Erzherzogin von Österreich und Landesmutter von Tirol hat sie während ihrer 13-jährigen Regierungszeit in Tirol verschiedene Initiativen und Projekte in die Wege geleitet. Dank ihres Wirkens erlebte sowohl der Norden, als auch der Süden und die Toskana einen großen Aufschwung. Ein besonders Ziel der Erzherzogin war es, die Eigeninitiative der Menschen zu fördern, um die Lebensbedingungen der Tiroler während des Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) zu verbessern. Claudia hatte 1626 nach dem Tod ihres ersten Mannes (Federico Ubaldo della Rovere) Erzherzog Leopold V., den Bruder von Kaiser Ferdinand II., geheiratet. Mit der Hochzeit wurde sie Landesfürstin von Tirol. Näher beleuchtet werden verschiedene Initiativen der herausragenden Frau, Mutter und Regentin beim Sommergespräch über Claudia de’ Medici und ihre Tiroler Regentschaft, das am 25. Juli um 19 Uhr im Stadtclub Bozen (Weintraubengasse 2) stattfindet. Claudia förderte u.a. auch die Kunst mit der Einführung des Barocktheaters, den Handel mit einer neuen Verfassung der Bozner Messe und den Ausbau des Handwerks in Tirol. 1635 begründete sie den Merkantilmagistrat Bozen, ein bilateral deutsch-italienisch besetztes Sondergericht in Handelssachen, das später im Merkantilgebäude untergebracht wurde. Veranstalter des Sommergesprächs sind das DZE Südtirol (Dienstleistungszentrum für das Ehrenamt Südtirol EO) und der Vinschger Musikverein „Venusta Musica EO“. Für passende Musik mit Werken aus der Zeit von Claudia de’ Medici konnte „Venusta Musica“ Giorgiana Pelliccia (Sopran) und Alessandro Balessarini (Laute) gewinnen. Der Eintritt ist frei. Gezeigt werden im Rahmen des Abends auch 23 Illustrationen zu Claudia de’ Medici, die der Künstler Alessio Nalesini aus Schlanders geschaffen hat. Die Illustrationen werden auch im Buch „Claudia de’ Medici - Heldin ihrer Zeit“ von Sabina Mair aus Schlanders zu finden sein. Der Roman, geschrieben unter dem Pseudonym „Louise von Mini-Hansen“, wird im Herbst vorgestellt.

Josef Laner
Josef Laner

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