Die Macher, Verwalter, Denker und Förderer der 20. Ausgabe von Marmor&Marillen
Hannes Spögler versprach einen „neuen Auftritt“ der Vinschger Marille.
Dietmar Spechtenhauser: „Das Fest muss Gästen und Einheimischen gefallen.“
„Ihr Laaser seid Spitze“ meinte Karl Pfitscher (rechts) zu Koordinator Dietmar Spechtenhauser.

Hoch motiviert ins Jubiläum

Startschuss zur 20. Ausgabe von Marmor&Marillen. Das Fest findet am 3. und 4. August 2019 statt. 

Publiziert in 26 / 2019 - Erschienen am 23. Juli 2019

Laas - Das weiche Früchtchen Marille und der harte Stein Marmor haben kreative Menschen vor 20 Jahren zusammengebracht. Diesmal trafen sie sich im „Venustis“ von Thomas und Michaela Tappeiner. Hat doch Tappeiner für Marmor&Marillen die Marillen-Schokolade erdacht. Der süße Einfall ist kein Markt-Geck geblieben, sondern wurde zum zündenden Funken für eine Unternehmensgründung. In den Geschäftsräumen von Venustis wurden daher auch die Weichen gestellt für die Jubiläumsausgabe von M&M. Koordinator und Kopf des Organisationskomitees Dietmar Spechtenhauser hatte neben Bürgermeister, Referenten und Sponsoren die Vertreter der mitwirkenden Vereine und Verbände, des Wohn- und Pflegeheimes und der Presse um sich versammelt. Er erzählte vom Lernprozess, den Wilfried Stimpfl angeregt habe. „Er hat uns auf Linie gehalten und dafür gesorgt, dass es auch bei einem Fest um Inhalt und Authentizität geht“, so Spechtenhauser. Als neustes Neben-Produkt des Festes wurde der Marmor-Wein von Werner Schönthaler präsentiert. 

Fundgrube M&M-Zeitung

Im Mittelpunkt der Informationsversammlung stand aber die 60 Seiten starke, 20. Ausgabe der M&M-Zeitung. Von Tourismuspräsident Karl Pfitscher wurde sie als „Tirolensie“ bezeichnet, die man aufbewahren muss. Zwei Beiträge waren als Nachruf dem Fotografen Franz Grassl und dem „Marillenpapst“ Martin Fliri-Dane gewidmet. Abhandlungen über bisher unbekannte Laaser Bildhauer regen ebenfalls zum Aufbewahren an. Archivforschung brachte ein überraschendes „Bonifzierungsprojekt“ in Laas und Umgebung an den Tag. Natürlich wird über das Bildhauen, das Entstehen von Marmor und dessen Verwendung sinniert. Es sind Rezepte vorhanden und Laas wird aus Jugenderinnerungen betrachtet. Der reiche, kulturelle Rahmen des diesjährigen Festes offenbart sich in mehreren Ausstellungen. 11 „kreative Vinschger Köpfe“ treten zur Jubiläumsausstellung im Josefshaus an (Eröffnung am 28. Juli). Für den Künstler Simon Wallnöfer ist „Maersk“ in der Marx-Kirche ein Jubiläum in seinem Heimatdorf. Brunhilde Gasser und Simone Schönthaler’s Werke sind im Ex-Möbel Reisinger zu sehen. 

Das Plastik oder die Plastik

Weniger einen Wettbewerb, mehr ein Treffen von Künstlern zum Thema „Plastik“ im Laaser Marmor Atelier am Santl Platz kündigte der künstlerische Berater Elias Wallnöfer an. Susanne Saewert, Bildungsausschuss, machte auf das Fest in der Marmorwelt aufmerksam mit Chill-Out-Zone, Kinderprogramm, Marmorführungen und einer Buchpräsentation der aus Laas stammenden Wiener Volkskundlerin Elsbeth Wallnöfer. Die Jubiläumsmesse wird vom Männerquartett „QUARTFiss“ umrahmt. Markt-Koordinatorin Annemarie Tinzl sprach von 46, davon 12 neuen Marktständen auf und um den Dorfplatz. Der Marktplatz in Laas werde erstmals zum Festplatz, informierte der Obmann der Musikkapelle Arnold Rieger. Zwar werde die Ernte 2019 deutlich geringer ausfallen, merkte Geschäftsführer Hannes Spögler, GEOS, an, aber wir werden mit einer neuen Verpackung das Missverständnis zwischen „Marillen aus dem Vinschgau“ und „Vinschger Marillen“ klären.

Günther Schöpf
Günther Schöpf
Vinschger Sonderausgabe

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