Johannes Fragner-Unterpertinger eröffnete die Hommage im Kulturhaus. Im Hintergrund die „Pietá von Alsack“, gewachste Kaseintempera auf Holz, 1959/60
Helene Dietl startet den Kulturgang am Kriegerdenkmal von Mals aus dem Jahre 1950.
Mit dabei Patrizia (links) und Anna Silvia Plattner. Im Hintergrund der Ansitz Liechtenegg in Mals, wo Plattner ein Studio bezogen hatte.
Barbara Ziernheld (links), Ernst Thoma und Martha Rauner trugen das Lied „Deine Kunst bannt Bilder“ vor.

Im Gedenken an Plattner

Seine „Kunst bannt Bilder des Tales“

Publiziert in 21 / 2019 - Erschienen am 12. Juni 2019

Mals - Man wird nicht nur in Mals noch lange an den am 25. Mai begangenen Gedenktag für Karl Plattner (1919-1986) denken. Der Künstler war vor 100 Jahren in Mals geboren. Dies war Anlass für eine kleine Gruppe, dem berühmten Sohn der Gemeinde eine ungewöhnliche Veranstaltung zu widmen. Zusammen mit der Kunsthistorikerin Helene Dietl, dem Musiker Ernst Thoma und der Gemeindereferentin Gertrud Telser war es dem Malser Apotheker, Kunstfreund und Literat Johannes Fragner-Unterpertinger gelungen, ein ganzes Dorf in das Gedenken einzubinden. Aus großflächigen Plakaten mit Plattner-Werken und Plattner-Bildern in Schaufenstern war eine Kunststraße entstanden. Auch der unterkühlte, regnerische Maitag brachte Kunstfreunde aus dem ganzen Land, darunter Karl Plattners Töchter Anna Silvia aus der Toskana und Patrizia aus Mailand, nicht ab, am Kulturgang auf dieser Straße teilzunehmen. Er begann musikalisch am Friedhof mit Helene Dietls Erläuterungen zu Plattners frühem Fresko am Kriegerdenkmal und führte in den Matscher Winkl, wo aus Plattners Geburtshaus ein modernes Privathaus geworden war. Der Zug kam zur „Karl Plattner-Grundschule“, am Plattner-Stier vor dem Rathaus vorbei zum „Karl Plattner-Platz“ und endete am Grab der Familie Plattner. Die Hommage setzte sich im Haus der Kultur fort mit Begrüßung und Dankesworten in Anwesenheit von vielen Ehrengästen aus der Welt der Kultur, von Dekan Stefan Hainz und Bürgermeister Ulrich Veith. Fragner-Unterpertinger hatte eine reich bebilderte und sehr informative Broschüre aufgelegt. Zu Wort kamen die Zeitzeugen Bruna Dallago Veneri, eine Freundin der Familie Plattner, und Marjan Cescutti, ein Freund Karl Plattners, der den Maler Plattner auch aus kunsthistorischer Sicht würdigte. Höhepunkt und Abschluss war eine musikalische Würdigung Plattners. Das Gedicht „Deine Kunst bannt Bilder des Tales in geometrischer Zeit“ von Johannes Fragner-Unterpertinger war von Ernst Thoma vertont worden und wurde von ihm mit Martha Rauner und Barbara Ziernheld vorgetragen. 

Günther Schöpf
Günther Schöpf

Diese Seite verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Lesen Sie unsere Cookie-Richtlinien für weitere Informationen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.