Alternativen zu Plastik-Artikeln gibt es genug. Im Bild (v.l.): Siiri Eydner (MahlZeit), Ingrid Gurschler (BA), Magdalena Gschnitzer (Umweltaktivistin) und Inge Schgör (USGV).
Bei der Info-Veranstaltung auf dem Hauptplatz in Schlanders.

„Jeder kann etwas tun“

Mikroplastik verseucht Gewässer und Meere. Tipps für Reduzierung.

Publiziert in 12 / 2019 - Erschienen am 2. April 2019

Schlanders - Der Abbau von Plastik dauert Jahrhunderte. Entsprechend schwer wiegen die negativen Auswirkungen des Plastikmülls auf die Umwelt und die Gesundheit. Eine besondere Herausforderung ist Mikroplastik. Tonnenweise gelangen kleine Kunststoff-Teilchen in die Gewässer und Meere. Das Mikroplastik im Wasser war das Schwerpunktthema zweier Veranstaltungen, zu denen kürzlich die Kampagne MahlZeit in Zusammenarbeit mit dem Bildungsausschuss Schlanders, der Umweltschutzgruppe Vinschgau, der FOS „Marie Curie“ Meran, der oew (Organisation für Eine solidarische Welt) sowie Studentinnen und Studenten eingeladen haben. Anlass war der Weltwassertag 2019. Bei einem Vortragsabend am 20. März in der Mittelschule Schlanders zeigte die Umweltaktivistin Magdalena Gschnitzer mit beeindruckenden Fotos und Videos auf, wie stark die Meere bereits jetzt mit Mikroplastik verseucht sind und welcher fatale Folgen das vor allem für die Lebewesen im Meer hat. Um die Situation zu verbessern bzw. zumindest weitere Belastungen zu vermeiden, müsse sich vor allem das Konsumverhalten der Menschen ändern. Gschnitzer: „Jeder kann etwas tun.“ Auch mit konkreten Tipps und Ratschlägen wartete sie auf.  So soll man z.B. schon in den Geschäften Einkaufen darauf achten, möglichst verpackungsfrei einzukaufen. Außerdem lasse sich auch im Lebensalltag Plastik vermeiden, so etwa in der Kosmetik, in der Zahnhygiene, beim Geschirr, bei der Kleidung und in vielen weiteren Bereichen. Alternativen zu Waren, die Plastik enthalten, gebe es genug. Pessimistisch gab sich Gschnitzer trotz allem nicht: „Wir haben noch die Chance, etwas zu verändern. Aber wir müssen es wollen und wir müssen es gemeinsam tun.“ Am 22. März wurde auf dem Hauptplatz in der Fußgängerzone in Schlanders zum „Plastikfasten“ aufgerufen. An einem interaktiven Infostand wurde mit Hilfe konkreter Beispiele aufgezeigt, wie man im alltäglichen Leben Plastik reduzieren kann. Es gab viele Tipps, wie man einen Selbstversuch zum plastikreduzierten Leben gestalten kann. Auch die „Plastik-Couch“, die eine
Schülergruppe des OSZ Schlanders vor einiger Zeit im Rahmen des Projektes „Wir bewegen nachhaltig“ aus Plastikflaschen gebastelt hatte, war zu sehen. 

Josef Laner
Josef Laner
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