Zur Vorstellung der Publikation „Karl Plattner - ARUNDA 109“ haben sich viele Kunstinteressierte aus nah und fern im Schloss Kastelbell eingefunden.
Im Bild (v.l.): Helene Dietl Langanda, Eva Gratl, Markus Neuwirth, Ursula Schnitzer, Ulrich G.M. Wielander Gerold Tappeiner (Obmann Kuratorium).

Leben und Werk von Karl Plattner neu beleuchtet

Publiziert in 19 / 2026 - Erschienen am 20. Oktober 2026

Kastelbell - „Karl Plattner - ARUNDA 109“. Diesen Titel trägt die neue Ausgabe der ARUNDA, die zum 50-jährigen Bestehen der Kulturzeitschrift und anlässlich des 40. Todestages von Karl Plattner erschienen ist. Die Publikation, die am 17. Oktober im Schloss Kastelbell vorgestellt wurde, wo noch bis zum 31. Oktober die Plattner-Ausstellung „Karussell des Lebens – Giostra della vita“ zu sehen ist, wirft aus unterschiedlichen Perspektiven ein neues Licht auf das Leben und Werk des Malser Künstlers. Auf 220 Seiten vereint die Ausgabe mehrere kunst- und kulturhistorische Beiträge, zwei umfangreiche fotografische Bildstrecken in Schwarz-Weiß sowie eine farbige Dokumentation ausgewählter Werke von Karl Plattner. Das Heft spannt einen Bogen von den frühen Arbeiten im Vinschgau über die prägenden Jahre und Plattners Aufenthalte in Brasilien bis hin zu seinen öffentlichen Arbeiten und den jüngsten Forschungen zu seinem Werk. Ein besonderer Schwerpunkt ist dem bisher weitgehend unveröffentlichten Bildmaterial aus dem Nachlass Karl Plattners im „Mart, Archivio del 900, Fondo Karl Plattner“ und dem „Karl Plattner Archivio“ in Bozen gewidmet. Private Fotografien, Aufnahmen des Künstlers bei der Arbeit und historische Werkabbildungen ermöglichen eine unmittelbare Annäherung an den Menschen und Künstler und zeichnen ein dichtes Bild der Zeit von den 1940er- bis in die 1980er-Jahre. Die Beiträge stammen von Helene Dietl Laganda (Essay mit persönlichen Erinnerungen an die Bekanntschaft mit Karl Plattner und seine Aufenthalte in Mals), Eva Gratl (Frühwerk des Künstlers im Vinschgau - Fresko E-Werk Glurns, Pfarrkirche Lichtenberg, Kirche St. Johann in Prad, Kriegerdenkmäler von Mals und Naturns), Gabriella Belli (Essay mit Schwerpunkt Tafelbild und Grafik), Daniela Ferrari (Plattners Brasilienaufenthalte und frühe prägende künstlerische Erfahrungen), Andreas Hapkemeyer (Öffentliche Arbeiten und Plattners Entscheidung in einer Epoche prävalent abstrakt malender Künstler, gegenständlich zu malen), Ursula Schnitzer (Künstler und Architekt im Dialog – die Gebäude in denen sich Plattners öffentliche Arbeiten befinden), Markus Neuwirth (Aktueller Forschungsstand zu Plattner und neue Perspektivuntersuchungen der Wandmalereien), Alessandro Casciaro (Arbeit des Plattner-Archives am Werkverzeichnis Plattners) und Patrizia Regorda (Der Nachlass „Fondo Plattner“ am MART/Rovereto und seine Bedeutung für die Plattner-Forschung). Herausgegeben wurde die „ARUNDA 109“ von Ulrich Wielander (ARUNDA), dem „Karl Plattner Archivio“ und Ursula Schnitzer mit Unterstützung der Kulturabteilung des Landes und der Region
Trentino-Südtirol.

Josef Laner
Josef Laner

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